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	<title>TARCINO: Reise-Erlebnisse aus Südostasien</title>
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	<description>Reise-Erlebnisse aus Südostasien</description>
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		<title>Zum guten Schluss und der letzte Abend in Bangkok</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 19:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zum letzten Tag hatte ich das bevorstehende Ende der Reise regelrecht ignoriert. Aber am letzten Abend ließ sich es dann doch nicht mehr länger verdrängen. Die letzten Stunden einer fast 10wöchigen Reise waren angebrochen. Was tut man an einem solchen Abend in diesen letzten Stunden? Man geht mit dem besten Freund der Stadt zum Abendessen. Chai hatte dazu wieder einmal eine der Topadressen aus Bangkok ausgewählt und uns einen Tisch in einem Restaurant am Fluss &gt;Chao Phraya&lt; reserviert.</p>
<p>Als wir dort eintrafen und der Kellner uns zum Platz brachte, merkte ich nicht sofort, dass Chai nicht zufrieden war &#8211; der Kellner offensichtlich schon, denn er begann sich nach kurzem Gespräch gleich zu entschuldigen. Chai erklärte mir dann später, dass er einen Tisch im zweiten Stock des Restaurants reserviert hatte, da von dort der Blick über den Fluss und besonders auf den Tempel &gt;Wat Arun&lt; noch schöner sei. Ich aber war durchaus zufrieden, denn wir hatten eine beeindruckende Sicht auf den in der Nacht angestrahlten Tempel, den ich für die vielleicht attraktivste Sehenswürdigkeit der Stadt halte und von dem jetzt im Licht der Scheinwerfer eine magische Faszination ausging.</p>
<div id="attachment_728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2912-2.jpg"><img class="size-full wp-image-728" title="es geht einfach nichts über ein gutes thailändisches Essen" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2912-2.jpg" alt="es geht einfach nichts über ein gutes thailändisches Essen" width="450" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">es geht einfach nichts über ein gutes thailändisches Essen</p></div>
<p>Wir wählten ein paar thailändische Köstlichkeiten von der Karte aus,  die, wie wir fanden, dem Abend gerecht wurden und sie waren, wie sich  schnell herausstellte, wirklich ein Gedicht. Dazu dieser fantastisch  angestrahlte Tempel, von dem ich kaum den Blick nehmen konnte. Das  Abendessen entwickelte sich nicht nur dadurch zum reinsten Luxusdinner.  Ich fand, dass es sozusagen als Abschiedsessen einfach noch mal sein  durfte. Nach fast anderthalb Stunden beendeten wir unser Mahl, das trotz  der Vielfalt aber nicht in Völlerei ausartete. Freuen durfte ich mich  dann anschließend als ich die Rechnung bekam. Schon im Vorfeld hatte ich  meinem Freund das Versprechen abverlangt, dass ich zumindest als kleine  Revanche für meine neue Errungenschaft (iPad) diese Rechnung übernehmen  durfte. Dafür, dass wir mit dem &#8220;schlechteren&#8221; Platz vorlieb nehmen  mussten, wurde ein ordentlicher Rabatt abgezogen.</p>
<div id="attachment_729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2927-2.jpg"><img class="size-full wp-image-729" title="Chai - der beste Freund aus Bangkok" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2927-2.jpg" alt="Chai - der beste Freund aus Bangkok" width="450" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Chai - der beste Freund aus Bangkok</p></div>
<p>Anschließend schlug Chai vor noch einen Cocktail in der Bar zu nehmen; ich war einverstanden, denn das Ambiente in diesem Haus war mehr als angenehm. Dazu gingen wir gleich zwei Stockwerke weiter nach oben und bekamen nicht nur einen wirklich leckeren Frucht-Cocktail, sondern auch den besten Platz in der ersten Reihe. Tatsächlich war der Blick von hier oben noch mal deutlich besser, denn jetzt sahen wir nicht nur den Tempel in voller Pracht, auch auf die vielen beleuchteten Schiffe, die auf dem Fluss fuhren, war der Ausblick super. Und eine leichte Brise, sorgte dafür, dass die Temperatur, die in Bangkok oft zu hoch ist, an diesem Abend einfach zum Wohlfühlen war.</p>
<p>&#8220;Chai&#8221;, sagte ich: &#8220;Was für ein schöner Abend; es könnte wirklich nicht besser sein&#8221;. Chai lachte: &#8220;Hoffentlich kann ich das noch toppen, wenn du das nächste Mal kommst&#8221;. &#8220;Da mach dir mal keine Sorgen&#8221;, antwortete ich, &#8220;Ich würde auch in jedes Straßenrestaurant mit dir essen gehen&#8221;.</p>
<div id="attachment_730" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2955-2.jpg"><img class="size-full wp-image-730" title="&gt;Wat Arun&lt; Tempel der Morgenröte im Scheinwerferlicht bei Nacht" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2955-2.jpg" alt="&gt;Wat Arun&lt; Tempel der Morgenröte im Scheinwerferlicht bei Nacht" width="450" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">&gt;Wat Arun&lt; Tempel der Morgenröte im Scheinwerferlicht bei Nacht</p></div>
<p>Inzwischen bin ich (zumindest körperlich) &#8220;zuhause&#8221;. Nach dieser langen Zeit fällt es schwer sich wieder an ein Dasein in der Kälte zu gewöhnen. Aber im Moment bin ich noch fast wie in eine Wolke gehüllt, die ein wenig davor schützt, vom Alltag wieder zu schnell vereinnahmt zu werden. Ich hoffe, dass dies noch ein paar Tage so bleibt, denn ich befürchte, dass es bis zur nächsten Reise noch lange hin sein könnte. Aber trotz einer gewissen Traurigkeit über das Ende der Reise, empfinde ich auch große Dankbarkeit in mir für all die Tage, Erlebnisse, Geschichten und vor allem Menschen, die mir in diesen Wochen begegnet sind. Keine Reise zuvor war so durch Begegnungen geprägt wie diese. Ich habe Menschen kennen gelernt, die ich nie wieder vergessen werde; ich habe Menschen kennen gelernt, die zu Freunden wurden und ich habe Menschen kennen gelernt, die manchmal auf wundersame Weise dafür gesorgt haben, dass Dinge einfach funktionierten.</p>
<p>Wenn ich mir nun ein paar statistische Zahlen zu dieser Reise anschaue, dann bin ich selber erstaunt, was sich in so &#8220;kurzer&#8221; Zeit doch alles ereignete: 3 Länder, 11 Inseln, 13 Flüge, 4 mal Kranksein und weit mehr als 100 beeindruckende Begegnungen. Vielleicht hätte noch die eine oder andere Geschichte mehr in diesen Blog gefunden, wenn mein Notebook nicht kurzfristig die Zusammenarbeit verweigert hätte. Aber nach den verdammt langen Stunden, die ich damit verbrachte die Erlebnisse zu dokumentieren, war ich über die Zwangspause gar nicht so sauer.  Gerade auf Bali, wo ich manchmal den ganzen Tag mit den Jungs und Mädels unterwegs war, hatte ich eigentlich nur noch schlafen wollen, aber die Nacht war meist die einzige Zeit, in der ich schreiben konnte&#8230;</p>
<p>Leider war nach dem Crash aber meine größte Sorge, dass damit evtl. auch der größte Teil der Fotos von der Reise verloren sein könnte. Schon auf den Philippinen hatte ich eine Computerwerkstatt aufgesucht in der Hoffnung, dass es dort gelingt, wieder Zugriff auf die Festplatte zu bekommen. Dies ist aber trotz intensiver Versuche nicht gelungen. Damit stieg die Angst weiter &#8211; die Hoffnung aber wollte ich trotzdem noch nicht aufgeben.</p>
<p>Zuhause angekommen, habe ich dann selber noch mal alles versucht, um das Teil wieder zum &#8220;Leben&#8221; zu erwecken. Und nach gefühlten 100 Versuchen sprang die Platte plötzlich und wie von Geisterhand bewegt wieder an und gestattete den Zugriff von einem anderen Computer aus. Ich habe sofort mit der Datenübertragung auf einen anderen Speicherplatz begonnen und diese Übertragung lief bis zur letzten Datei ohne Fehler durch, so dass damit alle Fotos auf einer anderen und intakten Platte gesichert waren. Nach diesem Durchgang war ein erneuter Zugriff nicht mehr möglich &#8230;</p>
<p>Manchmal geschehen doch noch kleine Wunder, vielleicht muss man nur fest genug daran glauben.</p>
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		<title>im letzten Moment &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 07:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es hier noch etwas zu berichten gibt, bevor ich wieder zurück bin, damit hatte ich selber nicht gerechnet. Dass es doch dazu kommt, liegt nicht daran, dass es mir gelungen ist, mein Notebook wieder zum Leben zu erwecken, sondern daran, dass ich dank meines Freundes Chai zum stolzen Besitzer eines iPads geworden bin. Er ist verrückt und ich weiß nicht so genau, womit ich das verdient habe, geschweige denn, wie ich mich dafür revanchieren kann. Eigentlich hatte ich dem angenagten Obst (Apple) ja die Freundschaft gekündigt, denn meine Erfahrungen mit der Marke in der Vergangenheit sprachen nicht für den Hersteller &#8211; der Preis erst recht nicht. Ich will meine Einstellung jetzt (noch) nicht komplett revidieren, muss aber zugeben, dass es echt Spaß macht sich mit dem &#8220;neuen&#8221; Gerät zu beschäftigen.</p>
<p>Ich sitze nun im Taxi und bin auf dem Weg von Pattaya nach Bangkok. Normalerweise würde ich diese Strecke mit dem Bus zurücklegen, aber da ich mit meinem Reisebudget ganz gut hingekommen bin, gönne ich mir jetzt diesen Luxus, zumal ich mit vollem Gepäck unterwegs bin und der Busweg, zudem ich auch zusätzlich ein Taxi und den Skytrain in Bangkok gebraucht hätte, doch ziemlich anstrengend ist. Trotzdem ich die letzte Woche fast ausschließlich zum Entspannen und Relaxen genutzt habe, fühle ich mich ein wenig müde und huste morgens noch immer wie ein Kettenraucher und das begann bereits schon ein paar Tage bevor ich von Manila zurück nach Bangkok geflogen bin.</p>
<p>Die Philippinen gingen, zumindest was den Blog anbelangt, fast spurlos vorbei. Dabei hatten / haben sie dies gar nicht verdient, denn neben Manila war ich auch auf der Insel Palawan. Dieser Tripp war ein weiteres Highlight auf der eh schon sagenhaften Reise. Auch wenn ich durch Krankheit Nummer 4 nicht ganz fit war, so hatte ich doch das Glück ein paar außergewöhnlichen Menschen zu begegnen, die dafür sorgten, dass ich eine genauso außergewöhnliche Zeit auf der Insel Palawan verbringen durfte.</p>
<p>Es begann alles damit, dass ich in Puerto Princesa, dem Zentrum der Insel, am Baywalk (Ufer-Promenade), spazieren ging und dort zufällig mit einer jungen Frau ins Gespräch kam, die auf der Kaimauer saß. Irgendwie war nicht nur die Person, sondern auch das Gespräch sehr angenehm.</p>
<div id="attachment_720" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3898-2.jpg"><img class="size-full wp-image-720" title="der Baywalk in Puerto Princesa" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3898-2.jpg" alt="der Baywalk in Puerto Princesa" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">der Baywalk in Puerto Princesa</p></div>
<p>Erst wurden die typischen Fragen geklärt (wo ich herkomme, wie ich heiße, wie oft ich schon auf Palawan war, wie oft schon auf den Philippinen usw.). Und irgendwie kam später auch mein defektes Notebook zur Sprache und dass es möglich sein könnte, dass mit diesem Crash bis zu 90 Prozent meiner Reisefotos verloren sein könnten. Jetzt, so sagte ich ihr, ist es für mich um so wichtiger ein paar neue und wirklich gute Fotos von den Philippinen sprich von Palawan zu bekommen.</p>
<p>Cindy (so heißt die Frau) wollte darauf wissen, was ich denn gerne fotografieren möchte und hatte dann ziemlich spontan eine brillante Idee: Sie und ihr Mann wollten mich mit Ihrem Auto an die schönsten Strände rund um Puerto Princesa bringen und ich sollte nur etwas zu den Spritkosten zusteuern. Ich war begeistert, auch wenn dies bedeutete, dass ich um kurz vor sechs am nächsten Morgen aufstehen musste, denn Cindy war der Meinung, dass ich auf keinen Fall den Sonnenaufgang verpassen darf. Dass aber wollte ich dafür gerne in Kauf nehmen und so holten sie mich morgens noch vor halb sieben im Hotel ab. Und da kam nicht nur Cindy und ihr Mann Raymond, sondern auch gleich noch die 6jährige Tochter und der 3jährige Sohn. Es war wie ein Familienausflug. Die beiden Kinder, am Anfang noch etwas scheu, beschlossen nach nicht einmal einer Stunde mich in &#8220;Beschlag&#8221; zu nehmen und in dem kleinen Van entstand die erste Diskussion darüber, wer denn neben dem &#8220;Besuch&#8221; sitzen darf. Das Problem konnte nur so gelöst werden, in dem ich meinen Platz wechselte und fortan &#8220;eingekeilt&#8221; war&#8230;</p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_4396-2.jpg"><img class="size-full wp-image-716" title="Cindy, Raymond, die Kinder und ein Freund der Familie" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_4396-2.jpg" alt="Cindy, Raymond, die Kinder und ein Freund der Familie" width="450" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Cindy, Raymond, die Kinder und ein Freund der Familie</p></div>
<p>Schon der erste Strand im Sonnenaufgang entschädigte zu 100 Prozent für das frühe Aufstehen. Dazu kam die Tatsache, dass Cindy und Raymond und auch die kleinen Racker einfach fantastisch waren und alles dafür taten, dass ich mich wohlfühlte. Und ich genoss unsere Tour, die Sehenswürdigkeiten und die kleine Familie in vollen Zügen. Raymond ist ein eher ruhiger Typ, der es meist seiner Frau überlies, mir die Dinge zu erklären. Er spricht nur wenig englisch, meinte Cindy. Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass das nicht so ganz stimmte, denn es sah so aus, als verstehe er alles, was wir so miteinander beredeten. Und als Cindy mal bei einem Stopp zur Toilette verschwand nutzte ich die Gelegenheit und quatsche einfach mit Raymond und siehe da, er sprach ja doch besser englisch, als er im Anfang zugegeben hatte. Von diesem Augenblick war das Eis komplett gebrochen und ich merkte, dass er absolut auf meiner Wellenlänge liegt. Als Cindy wieder zurück kam, hatte er noch 1000 weitere Ideen, was sie mir noch alles zeigen und was mich vielleicht noch alles interessieren könnte. Viel zu schnell war klar, dass der Tag dafür einfach nicht ausreichte</p>
<div id="attachment_717" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3916-2.jpg"><img class="size-full wp-image-717" title="Sonnenaufgang am Strand unweit von Puerto Princesa" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3916-2.jpg" alt="Sonnenaufgang am Strand unweit von Puerto Princesa" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang am Strand unweit von Puerto Princesa</p></div>
<p>Aber eine kleine Bootstour, die darf ich auf keinen Fall verpassen. Okay, aber danach brauche ich echt eine Pause. Die Bootstour machten wir mit einem befreundeten Fischer der Familie und dafür, so bekam ich mitgeteilt, brauche ich nichts zahlen. Das übernehmen wir, meinte Cindy und Raymond nickte gleich zustimmend. Ich willigte ein und hatte in diesem Augenblick bereits beschlossen, dass ich die abgemachten Spritkosten verdoppele, den was ich an diesem Tag geboten bekam, überstieg bei weitem das, was ich mir vorstellen konnte. Es waren nicht nur die tollen Strände, die angenehme Fahrt, die grandiosen Ideen, es war diese wirklich herzliche und liebenswerte Art, die mir fortlaufend begegnete. Alles passte an diesem Tag, einschließlich dem Wetter.</p>
<div id="attachment_718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_4363-2.jpg"><img class="size-full wp-image-718" title="Mangrovenbaum am Abend bei Flut" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_4363-2.jpg" alt="Mangrovenbaum am Abend bei Flut" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mangrovenbaum am Abend bei Flut</p></div>
<p>Es war bereits Abend und wir kamen von einem weiteren Strand, an dem ich als letztes Ereignis den Sonnenuntergang genießen durfte, als Cindy plötzlich und spontan fragte: Wirst du noch mal wiederkommen? Komisch, nur eine Sekunde vorher hatte ich mir genau diese Frage selber gestellt. Die Antwort darauf fiel nicht schwer: Ja Cindy, denn ein Tag war einfach zu kurz, für Palawan und auch zu kurz für euch vier.</p>
<div id="attachment_719" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3963-2.jpg"><img class="size-full wp-image-719" title="Insel Palawan - Vögel auf Nahrungssuche am Strand " src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3963-2.jpg" alt="Insel Palawan - Vögel auf Nahrungssuche am Strand" width="450" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Insel Palawan - Vögel auf Nahrungssuche am Strand </p></div>
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		<title>leider zu Ende</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 10:42:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[nachdem mein Laptop den Geist aufgegeben hat, ist der Blog leider im Moment zu Ende. sorry]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nachdem mein Laptop den Geist aufgegeben hat, ist der Blog leider im Moment zu Ende.</p>
<p>sorry</p>
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		<title>tierisch schön und doch geschmacklos</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 15:33:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich kann nicht unbedingt von mir behaupten, dass ich eine Phobie gegen Mäuse habe aber wenn ich mein Hotelzimmer mit einer Maus (und sicherheitshalber sei an dieser Stelle betont, dass es sich nicht um den Kosenamen für ein zweibeiniges Geschöpf handelt …) teilen muss, dann finde ich dies nur bedingt amüsant. Trotzdem denke ich erst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann nicht unbedingt von mir behaupten, dass ich eine Phobie gegen Mäuse habe aber wenn ich mein Hotelzimmer mit einer Maus (und sicherheitshalber sei an dieser Stelle betont, dass es sich nicht um den Kosenamen für ein zweibeiniges Geschöpf handelt …) teilen muss, dann finde ich dies nur bedingt amüsant. Trotzdem denke ich erst noch: was soll’s, ist doch nur eine Maus und sie tut ja auch keinem was. Leider war das nicht so ganz richtig, denn am nächsten Morgen musste ich feststellen, dass mein Mitbringsel aus Germany (eigentlich für einen netten Menschen hier in Manila gedacht) offensichtlich auch dem kleinen Nager gemundet hat.</p>
<p>Jedenfalls ist die Plastiktüte mit den Gummibärchen nicht mehr als Geschenk geeignet und der Inhalt zudem merklich geschrumpft. Darüber bin ich nun doch etwas sauer. Also beschließe ich das Hotelpersonal über den unverschämten Mitbewohner zu informieren. Die haben sogleich eine spezielle Behandlung für den „Gummibärchen-Dieb“ und das ist eine Klebefalle. Kurzum: Heute Nacht wohnen wir nicht mehr im gleichen Zimmer &#8230;</p>
<div id="attachment_698" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2829-2.jpg"><img class="size-full wp-image-698" title="nein, keine Bildbearbeitung sondern eingefärbte Küken" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2829-2.jpg" alt="nein, keine Bildbearbeitung sondern eingefärbte Küken" width="450" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">nein, keine Bildbearbeitung sondern eingefärbte Küken</p></div>
<p>Bei meinem Spaziergang im Regen durch den Rizalpark in Manila habe ich dann noch eine tierische Begegnung: nämlich zwei Kinder mit zwei Küken. Bei dem Anblick komme ich irgendwie ins Grübeln. Die beiden Jungen haben tatsächlich zwei eingefärbte lebende Küken, mit denen sie in dem Park unterwegs sind. Mal abgesehen davon, dass dieses Federvieh kein Spielzeug ist, kann ich kaum glauben, dass jemand lebende Tiere einfärbt. Aber die unbearbeiteten Fotos beweisen es. Das Paradoxe an der Sache ist, dass es auf der einen Seite faszinierend aussieht auf der anderen Seite aber absolut geschmacklos ist. Ich kann mich kaum daran erinnern, schon mal einen solch gravierenden Wiederspruch in einem meiner vielen tausend Fotos festgehalten zu haben.</p>
<div id="attachment_699" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2811-2.jpg"><img class="size-full wp-image-699" title="Shopping Mall in Manilas Stadtteil &gt;Malate&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/IMG_2811-2.jpg" alt="Shopping Mall in Manilas Stadtteil &gt;Malate&lt;" width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Shopping Mall in Manilas Stadtteil &gt;Malate&lt;</p></div>
<p>Den Rest des verregneten Tages verbringe ich dann in dem großen Shoppingcenter im Stadtteil Malate, in dem ich schon bei meinem letzten Besuch des Öfteren war. Ich bin gar nicht sauer darüber, dass das Wetter heute recht schlecht ist. Im Moment bin ich, was große Unternehmungen anbelangt ein wenig gesättigt. Mal schauen, ob sich das in den nächsten Tagen vielleicht wieder ändert.</p>
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		<title>eine lange Anreise &#8211; ein merkwürdiger Taxifahrer und noch eine unliebsame Überraschung</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 09:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Manila]]></category>
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		<category><![CDATA[Chillout Guesthouse Manila]]></category>
		<category><![CDATA[http://www.chilloutguesthouse-manila.com]]></category>
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		<category><![CDATA[Taxi]]></category>
		<category><![CDATA[Taxifahrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Taxifahrer, den ich am Airport Manila erwische hat gelinde gesagt „einen an der Klatsche“. Die ganze Zeit murmelt er irgendwelche unverständlichen Worte vor sich hin und reagiert auch kaum darauf, als ich ihm die Adresse meiner Unterkunft gebe. Ich habe wirklich immer wieder das „Glück“ an solche Typen zu geraten. Nach einiger Zeit stelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Taxifahrer, den ich am Airport Manila erwische hat gelinde gesagt „einen an der Klatsche“. Die ganze Zeit murmelt er irgendwelche unverständlichen Worte vor sich hin und reagiert auch kaum darauf, als ich ihm die Adresse meiner Unterkunft gebe. Ich habe wirklich immer wieder das „Glück“ an solche Typen zu geraten. Nach einiger Zeit stelle ich dann aber erleichtert fest, dass wir zumindest mal in die Richtung fahren, in der sich das Gästehaus befindet in dem ich zwei Übernachtungen gebucht habe.</p>
<p>Eine ganze Weile später fragt er mich plötzlich in richtig verständlichem englisch: „Bist du das erste Mal in Manila?“ „Nein“, antworte ich, „und ich kenne den Weg“. Diese Antwort hat zur Folge, dass er fast schon abrupt nach rechts abbiegt. Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben, denke ich so bei mir. Prompt fährt er aber nur einen Augenblick später über die &gt;Pillar Street&lt;, dabei hätte er hier eigentlich abbiegen müssen. Und da es in diesem Viertel nur Einbahnstraßen gibt, fahren wir einmal neu um den ganzen Block. Danach sind wir zwar in der richtigen Straße, aber jetzt heißt es das Gästehaus zu finden und das erweist sich schwieriger als gedacht. Immer wieder hält er an und fragt Passanten und jedes Mal denke ich, dass er jetzt endlich den Weg findet, aber dem ist leider nicht so.</p>
<p>Schon zwei Mal habe ich ihm gesagt, dass er doch einfach mal in dem Haus anrufen soll um dort nach dem Weg zu fragen. Ich habe leider noch keine funktionierende SIM-Karte in meinem Telefon, ansonsten hätte ich längst selber angerufen. Als wir dann zum vierten Mal durch die Straße fahren platzt mir echt der Kragen und das ist meiner Stimme jetzt auch deutlich anzumerken. „Ruf endlich das Gästehaus an“, poltert es aus mir heraus. Das hat Wirkung; er hält an, kramt sein Handy aus der Tasche und wählt die Nummer, die auf dem Zettel mit der Adresse steht, den ich ihm gegeben habe. Dann hält er mir das Telefon hin. Ja spinnt der denn völlig? „Du bist doch der Fahrer, also lass dir auch den Weg erklären“. Ich schüttele nur noch mit dem Kopf, so was Dämliches ist mir echt schon lange nicht mehr begegnet.</p>
<p>Dem Gespräch nach zu urteilen wird ihm nun am Telefon bis ins letzte Detail erklärt, wie wir zu der Adresse gelangen – endlich, so denke ich. Er fährt weiter, hält aber nach kurzer Zeit erneut an um wieder Passanten zu fragen. Langsam fange ich an zu verzweifeln. Zum fünften Mal fahren wir jetzt durch die Straße. Ich überlege ernsthaft, ob ich aussteigen soll um mich evtl. selber durchzufragen. Aber es ist dunkel, ich reise mit vollem Gepäck und ich weiß auch nicht wo sich in dieser langen Straße meine Unterkunft befindet. Noch mal hält er an und wieder fragt er nach dem Weg. Dieses Mal haben wir dann aber Glück: Wir stehen nämlich direkt vor der Tür …</p>
<p>Die Unterkunft ist im vierten Stock und ich schleppe mein Gepäck die Stufen hoch. Oben angekommen wartet dann die nächste Überraschung auf mich. Der Inhaber des &gt;Chillout Guest House&lt; erklärt mir, dass keine Reservierung vorliegt und dass sie mit dem Internetportal &gt;hostelsclub.com&lt;, über das die Reservierung lief, schon seit einem halben Jahr nicht mehr zusammen arbeiten und das dieser „Service“ keine Berechtigung hat für das Haus Reservierungen vorzunehmen. Zudem sei das Haus derzeit ausgebucht. Wir haben inzwischen 22 Uhr und ich bin seit heute Morgen um 8 Uhr unterwegs und nach der katastrophalen Taxifahrt jetzt auch noch das.</p>
<p>Der Inhaber des Gästehauses hat für meine Situation allerdings vollstes Verständnis und bietet mir ein Bett in einem Mehrbettzimmer an und das sogar kostenfrei. Ich weiß das Angebot echt zu schätzen, aber nachdem ich mir das Zimmer ansehe, muss ich feststellen, dass ist echt nicht möglich – tut mir leid. Olivier, so heißt der nette Mensch lässt mich trotzdem nicht hängen und telefoniert andere Hotels und Gästehäuser ab und läuft zum Schluss noch mit mir zu einer weiteren Pension um für diese Nacht doch noch eine adäquate Bleibe für mich zu finden. Über diese Hilfsbereitschaft freue ich mich sehr und ich habe Glück: Ein Haus in nur gut fünf Gehminuten Entfernung hat ein Zimmer, das meinen Vorstellungen entspricht. Auch Olivier ist erleichtert aber er toppt meine Freude noch in dem er mir sagt: „Dein Gepäck“, was noch im &gt;Chillout Guest House&lt; steht, „lasse ich dir hierher bringen“. Was für ein Glück im Unglück. Ich bin echt erleichtert – danke Olivier!</p>
<p>Und für diese tolle Unterstützung fällt es mir auch nicht schwer für Olivier und sein Gästehaus hier noch ein bisschen Werbung zu machen. Wer also eine günstige und zudem wirklich freundliche Adresse für Übernachtungen in Manila sucht, dem kann ich das <a href="http://www.chilloutguesthouse-manila.com/" target="_blank">&gt;Chillout Guest House&lt;</a> absolut empfehlen.</p>
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		<title>Selamat tinggal Indonesia &#8211; Auf Wiedersehen Indonesien</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Südostasien-Reise 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Rupiah]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenuntergang]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ziemlich überteuertes Privattaxi bringt mich kurz nach 8 Uhr zum Flughafen &gt;Ngurah Rai&lt; in Denpassar auf Bali. Ich hatte keine Lust schon am frühen Morgen schweißgebadet meine Koffer einen Kilometer durch die Gassen von Kuta zu ziehen um ein günstiges Taxi an der Straße zu erwischen. Also habe ich mich für die teurere Variante entschieden, die mich direkt im Hotel abholt und damit über zwei Euro mehr kostet, als ein herkömmliches Taxi. Für indonesische Verhältnisse, ist das schon ziemlich viel und so ernte ich leichtes Kopfschütteln in meinem Hotel, als sie erfahren, wie teuer der Transport sein wird. Ich werde den Wucher überleben und werde heute Abend am neuen Zielort dann hoffentlich nicht miefend und stinkend ankommen.</p>
<div id="attachment_681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2258-2.jpg"><img class="size-full wp-image-681" title="Pura Tanah Lot - der Tempel der im Meer versinkt" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2258-2.jpg" alt="Pura Tanah Lot - der Tempel der im Meer versinkt" width="450" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Pura Tanah Lot - der Tempel der im Meer versinkt</p></div>
<p>Kaum zu glauben, aber ich verlasse Indonesien und meine Rupiah sind komplett aufgebraucht – nichts bleibt im „Restbestand“ – außer zwei Scheinen als Andenken. Schade, dass die Zeit der „Millionen“ jetzt zu Ende ist. Dabei hatte ich schon fast gedacht, dass ich endlich sorgenfrei meine Tage genießen kann, nachdem ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr als 1,5 Millionen in meiner Geldbörse  wusste.  Als ich dann aber erfahren habe, dass ein Cappuccino schon 16.000 kostete, da war der Millionentraum schnell ausgeträumt… Eine Million, das sind kaum mehr als 85 Euro. Preiswert ist Indonesien dennoch, auch wenn jeder Bezahlvorgang gleich den „Verlust“ von mehreren Tausend Rupiah bedeutet. An diese Zahlen musste ich mich echt gewöhnen.</p>
<div id="attachment_682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2222-2.jpg"><img class="size-full wp-image-682" title="Letzte Eindrücke von Bali" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2222-2.jpg" alt="Letzte Eindrücke von Bali" width="400" height="406" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte Eindrücke von Bali</p></div>
<p>Jetzt bin ich erst mal in Singapur um in ein paar Stunden einen Anschlussflug nach Manila zu kriegen.  Wenn alles klappt, dann bin ich heute Abend auf den Philippinen. Eigentlich müsste ich dort erst mal ein paar Tage relaxen und mich von den erlebnisreichen Tagen auf Bali erholen. Nie zuvor gab es in der Kürze der Zeit mehr zu erleben und zu entdecken, als während der Zeit in Indonesien. Nur ein kleiner Teil davon, hat es hier in den Blog geschafft. Teilweise wusste ich gar nicht, wie ich die Ausflüge, das Blogschreiben und den nächtlichen Schlaf in die Tage packen soll, die doch auch hier nur 24 Stunden haben.</p>
<div id="attachment_683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2240.jpg"><img class="size-full wp-image-683" title="Die Sonnenuntergänge werden nicht das Einzige sein, was ich vermissen werde" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2240.jpg" alt="Die Sonnenuntergänge werden nicht das Einzige sein, was ich vermissen werde" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergänge werden nicht das Einzige sein, was ich vermissen werde</p></div>
<p>Rückblickend stelle ich fest, dass ich grandiose Tage auf Bali erlebte und  ohne Zweifel von der Insel begeistert bin, aber versprochen, dass ich zurückkomme, das habe ich nicht.</p>
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		<title>Auge in Auge mit Drachen und dem kleinen Stück Paradies</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 02:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Komodo]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon die Überfahrt ist ein einziges Erlebnis. Wir sind mit einem Fischerboot unterwegs, auf dem gut ein Dutzend Personen Platz hätten, aber Eric und ich sind nur mit Kapitän, Matrose und Schiffsjunge an Board. Das „Ausparken“ unseres Kutters ist dabei gar nicht so einfach, denn die Boote liegen dicht gedrängt nebeneinander und ein Gewirr aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon die Überfahrt ist ein einziges Erlebnis. Wir sind mit einem Fischerboot unterwegs, auf dem gut ein Dutzend Personen Platz hätten, aber Eric und ich sind nur mit Kapitän, Matrose und Schiffsjunge an Board. Das „Ausparken“ unseres Kutters ist dabei gar nicht so einfach, denn die Boote liegen dicht gedrängt nebeneinander und ein Gewirr aus Ankerleinen versperrt zunächst den Weg. Dafür hat dann jedes Boot seine Schiffsjungen an Board und die schaffen es mit Händen und Füßen die Boote heraus zu kriegen, ohne dass die Schiffe gegeneinander stoßen und beschädigt werden. Dazu gehört mehrfach voller Körpereinsatz. Auch unser Schiffsjunge, der gerade mal neun Jahre alt ist, zeigt sich als Meister seines Faches und drückt und schiebt die Boote mit Hilfe von anderen Schiffjungen rechts und links von uns so weit zurück, dass wir nach einigen Minuten aus dem Gewusel befreit sind.</p>
<div id="attachment_667" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2872-2.jpg"><img class="size-full wp-image-667" title="mit Händen und Füßen wird das Boot im Hafen &quot;befreit&quot;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2872-2.jpg" alt="mit Händen und Füßen wird das Boot im Hafen &quot;befreit&quot;" width="450" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">mit Händen und Füßen wird das Boot im Hafen &quot;befreit&quot;</p></div>
<p>Der Himmel ist bedeckt und die Temperatur auf See erträglich. Jetzt während der Regenzeit sehen die Inseln fantastisch grün aus. Und nicht nur aus dem Flugzeug, sondern auch während dieser Bootsfahrt bekommt man eine grobe Vorstellung davon, dass Indonesien mit mehr als 16.000 Inseln der größte Inselstaat der Erde ist.</p>
<div id="attachment_668" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2932-2.jpg"><img class="size-full wp-image-668" title="die traumhafte Inselwelt Indonesiens" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_2932-2.jpg" alt="die traumhafte Inselwelt Indonesiens" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">die traumhafte Inselwelt Indonesiens</p></div>
<p>Die Fahrt führt durch eine traumhafte Welt aus diesen Inseln und ist wie eine Reise in eine anderes Reich. Zweieinhalb Stunden lang tuckern wir übers Meer und ich genieße diese Fahrt mit allen Sinnen. Irgendwann durchkreuzen wir eine Lagune, in der Delfine schwimmen – was für ein Anblick. Wir haben Zeit und der Kapitän dreht zu unserer Freude eine zweite Runde durch die Bucht. Immer wieder tauchen irgendwo die typischen Rückenflossen der Tiere aus dem Wasser. Ich schätze dass hier mindestens 10 der Meeressäuger unterwegs sind.</p>
<div id="attachment_669" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3060-2.jpg"><img class="size-full wp-image-669" title="Delfine in einer Lagune vor Komodo" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3060-2.jpg" alt="Delfine in einer Lagune vor Komodo" width="450" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Delfine in einer Lagune vor Komodo</p></div>
<p>Dann legen wir auf der Komodo-Insel &gt;Rinca&lt; an. Hier gibt es die meisten Komodowarane und ich bin mehr als gespannt auf die Drachen. Ein Rancher holt uns am Bootssteg ab und wir laufen ein Stück ins Innere der Insel. Eine kurze Einweisung und ein paar Verhaltensregeln werden dort auf die Schnelle vermittelt. Die Tiere sind unberechenbar. Hektische Bewegungen sind unbedingt zu vermeiden und es ist wichtig immer in der Nähe des Ranchers zu bleiben, der einen gegabelten langen Stock zur Sicherheit bei sich trägt. Keine Sorge, denke ich so bei mir, ich weiche dir nicht von der Seite.</p>
<p>Es geht noch weiter auf der Insel und nach einer kleinen Biegung liegen dort etwa 10 Warane in einer Senke. Wir gehen bis auf wenige Meter langsam an sie heran. Kein Zaun, kein Glas, keine Mauer und kein Graben trennen uns jetzt von diesen gefährlichen Raubtieren. Der Biss eines Komodowarans führt in den meisten Fällen zum Tod, da beim Zubeißen der Körper mit Bakterien verseucht wird. Um die 70 verschiedene Bakterien und Giftstoffe, so unser Rancher, gelangen dabei in die Wunde. Dies hat zur Folge, dass die Beute der Tiere manchmal erst nach Tagen an einer Blutvergiftung verendet und dann von den Echsen regelrecht zerrissen wird. Über mehr als fünf Kilometer können die Drachen, Blut und verendetet Opfer mit ihrer gespaltenen Zunge wahrnehmen.</p>
<div id="attachment_670" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3112-2.jpg"><img class="size-full wp-image-670" title="Auge in Auge mit den Komodowaranen" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3112-2.jpg" alt="Auge in Auge mit den Komodowaranen" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auge in Auge mit den Komodowaranen</p></div>
<p>Ich fotografiere die Tiere und gehe dafür noch weiter an sie heran. Sie sehen träge aus, aber der Schein trügt. Ihre Augen beobachten mich ganz genau. Zwischenzeitlich erklärt Eric dem Rancher, dass ich ein wichtiger Fotograf aus Deutschland bin und Eric mein persönlicher Reiseführer. Und jetzt bekommen wir eine Vorstellung geboten, die es normalerweise nur für Kamerateams von Fernsehanstalten gibt. Der Rancher führt uns dazu auf eine kleine freistehende und überdachte Plattform, klemmt seine Mütze an seinen langen Stock und beginnt damit in Richtung der Tiere zu winken. Es dauert nur wenige Sekunden, da werden aus den zuvor träge herumliegenden Echsen, wahre Sprinter und sie stürmen auf die Plattform zu. Wir stehen nur 30 Zentimeter über dem Boden und so ganz einerlei ist mir dieser Ansturm nicht, aber ich fotografiere und habe keine Zeit um mir jetzt darüber Gedanken zu machen. Wir haben ja unseren „Aufpasser“ dabei und der wurde, so hat er uns versichert, hier geboren und kennt die Gefahr von Geburt an.</p>
<div id="attachment_671" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3116-2.jpg"><img class="size-full wp-image-671" title="Komodowarane - ihr Biss endet meist tödlich" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3116-2.jpg" alt="Komodowarane - ihr Biss endet meist tödlich" width="450" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Komodowarane - ihr Biss endet meist tödlich</p></div>
<p>Zweimal muss er tatsächlich seinen Stock einsetzen um die Warane von uns fern zu halten, wirklich gefährlich wird es dabei aber nicht &#8211; jedenfalls habe ich nicht den Eindruck. Normalerweise werden die Tiere nicht gefüttert. Sie müssen sich also ihre Beute selber suchen. Eine Ausnahme machen die Parkrancher nur für besondere Anlässe. Heute kriegen die Warane zwar nichts zu fressen, aber das Zeichen dafür haben sie offensichtlich verstanden. Jetzt stehen oder liegen sie vor der Plattform und sehen offensichtlich in uns da oben ihre Mahlzeit. Wir steigen ruhig und ohne Hektik auf der anderen Seite von unserem „Aussichtspunkt“ und verlassen das Areal langsam mit ständigem Blick nach hinten – was für eine Vorstellung. Ich merke gar nicht, dass ich inzwischen durch die Hitze und Aufregung klatschnass bin.</p>
<div id="attachment_672" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3138-46D2.jpg"><img class="size-full wp-image-672" title="fantastisches Panorama auf der Komodo Insel &gt;Rinca&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3138-46D2.jpg" alt="fantastisches Panorama auf der Komodo Insel &gt;Rinca&lt;" width="450" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">fantastisches Panorama auf der Komodo Insel &gt;Rinca&lt;</p></div>
<p>Anschließend steigen wir auf einen Hügel und fotografieren dort noch ein fantastisches Panorama. Während dieses kurzen Fußmarsches erzählt uns Rancher „Ramli“ noch viel über „seine“ Drachen und nicht erst jetzt merkt man, dass er sich wirklich mit den urzeitlichen Echsen auskennt. Bevor er uns am Ende zurück zu unserem Boot bringt, laden wir ihn noch auf einen Trink ein und bedanken uns für die wirklich großartige Exkursion auf Rinca.</p>
<div id="attachment_673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 466px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3113.jpg"><img class="size-full wp-image-673" title="Drachenhüter &gt;Ramlie&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3113.jpg" alt="Drachenhüter &gt;Ramlie&lt;" width="456" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Drachenhüter &gt;Ramlie&lt;</p></div>
<p>Mit unserem Boot ist auf dem Rückweg ein weiterer Stopp geplant. Wir wollen ein wenig schnorcheln gehen und der Kapitän hat versprochen, uns dafür an eine hervorragend geeignete Stelle zu bringen. Dazu tuckern wir eine gute Stunde durch die Inselwelt und dabei frage ich mich des Öfteren, wie man sich hier nur zurechtfinden kann. Als wir an einem weißen Sandstrand anlegen und ins Wasser springen, bietet sich eine Unterwasserlandschaft, wie ich sie zuvor noch nie in der Natur gesehen habe. Nicht einmal zwei Meter unter Wasser sieht es aus wie in einem riesigen Aquarium. Zwei Clownfische verteidigen Ihre Anemone und kommen dazu bis an unsere Hände heran. Korallen, Pflanzen, Fische, Krebse, sagenhaft, was das Meer hier unter der Wasseroberfläche versteckt hat. Dazu glasklares Wasser und so gut wie keine Menschen. Was für ein Kontrast zu der faszinierenden aber auch brutalen Welt der Drachen. Wir erleben heute einen unbeschreiblichen Tag, der hier in einem kleinen Stück Paradies endet und ich glaube nicht umsonst heißt diese Insel &gt;Bidadari&lt; (Engelsinsel).</p>
<div id="attachment_674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3341-2.jpg"><img class="size-full wp-image-674" title="vor dieser Insel wartet ein kleines Stück Unterwasser-Paradies" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/MG_3341-2.jpg" alt="vor dieser Insel wartet ein kleines Stück Unterwasser-Paradies" width="450" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">vor dieser Insel wartet ein kleines Stück Unterwasser-Paradies</p></div>
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		<title>Eine neue Freundschaft, exotische Ziele und mehr als ein Abendessen</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 11:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Südostasien-Reise 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Flores]]></category>
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		<category><![CDATA[Tegallalang]]></category>
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		<description><![CDATA[Als wir am Morgen unsere Koffer durch die Gassen von Kuta ziehen ist es noch relativ kühl, trotzdem läuft der Schweiß schon nach wenigen Schritten. Die Luftfeuchtigkeit kann dir selbst bei so milden Temperaturen ganz schön zu schaffen machen. Aber hier in den kleinen Gassen findet man nun mal kein Taxi, das man auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir am Morgen unsere Koffer durch die Gassen von Kuta ziehen ist es noch relativ kühl, trotzdem läuft der Schweiß schon nach wenigen Schritten. Die Luftfeuchtigkeit kann dir selbst bei so milden Temperaturen ganz schön zu schaffen machen. Aber hier in den kleinen Gassen findet man nun mal kein Taxi, das man auf die Schnelle herbeiwinken kann. Wir müssen uns also an eine der größeren Straßen bewegen, wo der „Taxidurchgangsverkehr“ stattfindet. Wir, dass ist neben mir ein junger Indonesier namens Eric, der von der Insel Manado kommt und seit einem Jahr auf Bali wohnt und in einem der besten Hotels der Insel arbeitet. Nein, ich wohne nicht in diesem Hotel und dass wir uns über den Weg laufen ist nur der Tatsache zu verdanken, dass sich internationale Ketten in so gut wie allen Ländern der Welt breitmachen. Dummerweise gibt es aber gerade dort einen richtig guten Kaffee. Jedenfalls haben Eric und ich den gleichen Kaffeegeschmack und kommen ins Gespräch. Er hat an diesem Tag den ersten von zehn freien Tagen und sitzt jetzt hier im Café, denn hier kann er mit seinem Tablett-PC den kostenfreien Internetzugang nutzen.</p>
<p>Wir verstehen uns auf Anhieb prächtig und ich erzähle voller Begeisterung von meinen neuen Freunden, die mir nicht nur so toll zur Seite standen, sondern in den letzten Tagen auch so viel mit mir unternommen haben. Am Abend gehen wir bereits alle zusammen zum Marktplatz um dort gemeinsam zu essen. Eric ist in Minuten in die Gruppe integriert und wir haben einen lustigen und unterhaltsamen Abend und das ohne Alkohol.</p>
<p>Da meine Freunde für den nächsten Tag nichts geplant haben, fahre ich mit Eric auf seinem Motorroller in die Berge, denn er will mir die berühmten Reis-Terrassen &gt;Tegallalang&lt; von Bali zeigen. Da sage ich natürlich nicht nein, denn irgendwie gehören die ja gewissermaßen zum „Pflichtprogramm“ für eine Reise nach Bali. Und den Gedanken, diese zu fotografieren hatte ich eh schon.</p>
<div id="attachment_662" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2430-36.jpg"><img class="size-full wp-image-662" title="Die Reis-Terrassen &gt;Tegallalang&lt; auf Bali " src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2430-36.jpg" alt="Die Reis-Terrassen &gt;Tegallalang&lt; auf Bali " width="450" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">Die Reis-Terrassen &gt;Tegallalang&lt; auf Bali </p></div>
<p>Die Terrassen sind fantastisch – die Souvenirverkäufer aufdringlich. Aber alleine der Fotos wegen, lohnt sich die Tour. Leider regnet es in den Bergen wieder kräftig und mein Husten, der nun seit einer Woche an mir hängt, wird durch die ständige Nässe und den kühlen Fahrtwind nicht gerade besser. Bereits zum zweiten Mal versuche ich die Angelegenheit mit Antibiotika in den Griff zu kriegen. Ich hoffe ich werde nicht irgendwann dagegen resistent. Die Reisezeit für Bali ist im Moment gelinde gesagt eher ungünstig. Hier ist die beste Jahreszeit, wenn auch bei uns Sommer ist – das ist aber nicht unbedingt meine Reisezeit. Also Augen zu und durch, soweit das möglich ist. Der Regen ist ja zum Glück wärmer als in deutschen Landen.</p>
<p>Auch am darauffolgenden Tag sind wir unterwegs. Dieses Mal geht es zu dem bekannten Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;. Zum dritten Mal bin ich jetzt in den Bergen und zum dritten Mal gießt es in Strömen. Dieses Mal aber nicht nur während der Fahrt, sondern leider auch bei der Ankunft. Wir halten uns eine Regenjacke über die Köpfe und versuchen trotzdem etwas zu sehen und auch das ein  oder andere Foto zu schießen, aber das ist bei diesem Wetter echt schwierig. Nach 20 Minuten retten wir uns in ein Restaurant und gönnen uns erst mal einen Cappuccino. Eigentlich wollen wir uns danach auf den Rückweg machen, doch im letzten Moment scheint das Wetter doch ein Einsehen zu haben &#8211; der Regen lässt nach und hört sogar für ein Zeit komplett auf.</p>
<div id="attachment_658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 466px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2617-2.jpg"><img class="size-full wp-image-658" title="der Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2617-2.jpg" alt="der Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;" width="456" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">der Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;</p></div>
<p>Wir gehen also noch mal den kurzen Weg zurück zum See und dort staune ich nicht schlecht: Waren, als es regnete, vielleicht 50 Leute dort, sind es jetzt mindestens 250. Wo kommen die denn auf einmal alle her? Jetzt noch ein Foto zu kriegen, auf dem nicht hundert Köpfe zu sehen sind, dürfte nicht leicht sein. Irgendwie ist es immer das Gleiche: Wenn Dinge zu schön sind, dann sind sie schnell nicht mehr schön, weil zu viele es sehen wollen. Letztendlich trage auch ich mit meinem Besuch zur „Verschlechterung“ der Situation bei.</p>
<div id="attachment_657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2587-2.jpg"><img class="size-full wp-image-657" title="der Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2587-2.jpg" alt="der Tempel im See &gt;Ulundaun Bedugul&lt;" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">mit Eric im Boot am Tempel &gt;Ulundaun Bedugul&lt;</p></div>
<p>Wir haben trotzdem unseren Spaß denn kurze Zeit später sitzt Eric in einem Boot, mit dem ein paar Jugendliche erfolglos auf Entenjagd sind. Die nehmen Eric für ein paar Fotos, die ich vom Ufer aus schieße gleich mit ins Boot, paddeln mit ihm ein Stück auf den See hinaus und haben Spaß an der kurzen Fotosession. Ein Glück, dass wir uns für den Cappuccino  im Restaurant entschieden haben und nicht gleich wieder zurück gefahren sind. Als wir dann nach einer weiteren Stunde den Tempel  am See verlassen, habe ich ein paar tolle Fotos. Die geben zwar nicht alles wieder, was wir dort in diesem Augenblich tatsächlich angetroffen haben – nämlich einen ganzen Pilgerstrom von Leuten aber ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.</p>
<p>Auf der Querstraße angekommen warten wir jetzt auf das nächste freie Taxi und stehen dabei vor einem denkwürdigen Ort, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man in Kuta unterwegs ist. Die Gedenkstätte, die für die Opfer der Bombenattentate errichtet wurde. Eric zeigt mir die beiden Stellen, an denen die Bomben explodierten,  die am 12.10.2002 insgesamt 202 Tote Tote gefordert haben und damit Bali für Monate vom internationalen Tourismus isolierten und fast an den Rande des Ruins brachten.</p>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2587-2.jpg"><img class="size-full wp-image-663" title="zum Gedenken an die Bombenopfer des Attentats 2002" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2587-2.jpg" alt="zum Gedenken an die Bombenopfer des Attentats 2002" width="350" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">zum Gedenken an die Bombenopfer des Attentats 2002</p></div>
<p>Und dann kommt auch schon unser Taxi. Es geht zum Flughafen, denn heute steht eine Erweiterung der Reise an, an die ich nicht im Traum gedacht hätte. Kurzfristig haben wir uns dazu entschlossen, die für mich exotischsten Tiere dieser Erde sehen: Komodowarane. Und die gibt es in freier Natur nur auf Komodo. Aber da es auf Komodo direkt keinen Flughafen gibt, landen wir erst einmal auf der Nachbarinsel &gt;Flores &lt;. Die Landung versetzt mich in eine Art Schockzustand, denn für einen Augenblick hat es den Anschein, als kriege der Pilot die zweimotorige Propellermaschine beim Aufsetzen nicht unter Kontrolle. Mehrfach schlingert die Maschine über die Landebahn. Für einen Moment habe ich  das Gefühl, das mir das Blut in den Adern gefriert. Ich bin froh, als dieser dramatische Landevorgang beendet ist und auch, dass wir noch eine ganze Weile sitzen bleiben können, bevor die Maschine ihre Parkposition erreicht. Mir schlottern echt die Knie &#8211; und nicht nur mir.</p>
<p>&gt;Labuan Bajo&lt; auf &gt;Flores&lt; macht den Eindruck als sei man gerade dabei sich auf Touristen einzustellen. Die Straße bzw. der Bürgersteig wird erneuert und an vielen weiteren Stellen wird gebaut und modernisiert. Westliche Ausländer, die hier umgangssprachlich „Buleh“ genannt werden, sehe ich allerdings nur wenige. Evtl. liegt es aber auch daran, dass jetzt Regenzeit ist.</p>
<p>Am Abend schauen wir uns in dem Ort, in dem wir ein völlig überteuertes Hotel gefunden haben ein wenig um. Der Himmel ist bedeckt und es sieht wieder nach Regen aus und wenige Minuten später suchen wir bereits Schutz unter einem Pavillon. Dort gesellen sich vier Jungs zu uns, die ebenfalls keine Lust auf Regen und nasse Klamotten haben. Eric kommt mit ihnen ins Gespräch und will wissen, ob sie in &gt;Labuan Bajo&lt; wohnen. Die Geschichte, die mir Eric anschließend erzählt überrascht. Sie sind mit einem Boot hierhergekommen und haben Holz von einer Nachbarinsel nach hier transportiert. Jetzt können sie nicht mehr zurück, weil der Sprit nicht ausreicht. Der Bootsbesitzer, für den sie arbeiten, wollte kommen und Diesel bringen, aber das Wetter war zu schlecht. Jetzt müssen sie bis morgen warten.</p>
<div id="attachment_659" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2811-2.jpg"><img class="size-full wp-image-659" title="Straßenscene in &gt;Labuan Bajo&lt; auf der Insel &gt;Flores&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2811-2.jpg" alt="Straßenscene in &gt;Labuan Bajo&lt; auf der Insel &gt;Flores&lt;" width="450" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenscene in &gt;Labuan Bajo&lt; auf der Insel &gt;Flores&lt;</p></div>
<p>Ich gebe Eric ein wenig Geld und der schickt einen der Jungs um für alle etwas zu trinken zu kaufen. Die vier sind schüchtern, aber irgendwie auch sympathisch und erfreut auch darüber, dass wir mit ihnen reden und sie zu einer Cola einladen. Wir haben Zeit und das Wetter hat sich jetzt offensichtlich eingeregnet. Der Jüngste der Gruppe ist 15 und der Älteste 20 Jahre und Holz zu transportieren, ist ihre tägliche Arbeit. Die Überfahrt dauert jedes Mal über zwei Stunden. Die Spuren an den Händen lassen keinen Zweifel: Die Vier müssen hart arbeiten. Ich will wissen, wo sie denn übernachten und erfahre, dass sie auf dem Boot schlafen werden. Die nächste Frage, ob sie denn schon zu Abend gegessen haben beantwortet einer der Jungs mit einem verlegenen Lächeln. Sie haben doch gar kein Geld um sich hier etwas zu kaufen. Aber morgen würde der Boss vielleicht etwas für sie mitbringen.</p>
<div id="attachment_661" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2853-2.jpg"><img class="size-full wp-image-661" title="und dann wurden doch noch alle satt." src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2853-2.jpg" alt="und dann wurden doch noch alle satt." width="450" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">und dann wurden doch noch alle satt.</p></div>
<p>Den Gesichtern nach zu urteilen staunen die Jungs nicht schlecht, als sie sich mit uns nur wenig später in einem Straßenrestaurant sehen und vor jedem ein reichlich gefüllter Teller steht. Und irgendwie bin ich darüber noch glücklicher als die Vier zusammen. Und auch Eric ist über die spontanen Entscheidung sehr erfreut und überrascht mich mit: „Das ist eine tolle Idee – danke dafür&#8230;“ Und ich hoffe insgeheim es ist vielleicht auch ein gutes Zeichen für den morgigen Tag auf Komodo.</p>
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		<title>der Heilige Baum der &gt;Bali Aga&lt; und die Wette endete mit dem Tod</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 06:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bali ist eine lebendige Insel; überall wird gebaut und verändert oder erweitert. Es ist eine pulsierende Insel die in ständiger Bewegung scheint und dabei ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig, denn Bali gehört zweifelsohne zum Pazifischen Feuerring, dem Vulkangürtel, der den gesamten Pazifischen Ozean umgibt. Aber Bali, das bedeutet auch Götter, Geister, Dämonen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bali ist eine lebendige Insel; überall wird gebaut und verändert oder erweitert. Es ist eine pulsierende Insel die in ständiger Bewegung scheint und dabei ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig, denn Bali gehört zweifelsohne zum Pazifischen Feuerring, dem Vulkangürtel, der den gesamten Pazifischen Ozean umgibt. Aber Bali, das bedeutet auch Götter, Geister, Dämonen und Tod.</p>
<p>Wir starten am Vormittag. Unsere Tour führt uns ins tiefe Innere der Insel. Dort gibt es einen viele Quadratkilometer großen See – den Batur-See, der unser Ziel sein wird. Doch zunächst heißt es wieder einmal sich durch den endlosen Motorroller-, Auto- und LKW-Strom in Kutta kämpfen. Die Hitze erscheint heute unerträglich. Vor zwei Tagen habe ich meinen Bungalow gewechselt und gebe jetzt pro Tag drei Euro mehr aus, dafür habe ich einen schöneren Bungalow und dieser hat vor allem eine Klimaanlage. Seit dem ist es etwas einfacher, denn im Zimmer kann man der Hitze dann zumindest zeitwillig mal entfliehen.</p>
<p>Der Gedanke, dass wir in dem stop-and-go-Tempo noch lange unterwegs sein könnten lässt mich an der guten Idee für unseren Ausflug zweifeln. Wenn sich doch nur mal eine der vielen Wolken am Himmel vor die Sonne schieben könnte. Doch ständig haben wir das zweifelhafte Glück, dass eben genau dort, wo wir gerade fahren, die Sonne ungebremsten Zugang zur Erde findet. Erst mehr als eine Stunde später merke ich, dass die Hitze so langsam nachlässt. Wir kommen in die Berge von Bali. Den ersten Stopp legen wir in Ubut ein und suchen uns dort ein Restaurant für das gemeinsame Mittagessen. Ich staune nicht schlecht, wo wir da landen. Dieses Restaurant gehört nicht zu der Billiggattung „Warung“ und das erkennt man schon an den Autos, die da vor der „Anlage“ stehen. Irgendwie verstehe ich zwar nicht so ganz, warum wir uns dieses edle Etablissement jetzt gönnen, wo wir doch alle nicht mehr ganz so frisch unterwegs sind, aber ich genieße es trotzdem, zumal das Essen (gegrillte Ente) einfach köstlich ist.</p>
<div id="attachment_643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1806-2.jpg"><img class="size-full wp-image-643" title="Mittagessen in Ubut während unserer Tour " src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1806-2.jpg" alt="Mittagessen in Ubut während unserer Tour " width="450" height="272" /></a><p class="wp-caption-text">Mittagessen in Ubut während unserer Tour </p></div>
<p>Mit jedem Kilometer, den wir anschließend weiterfahren wird die Wolkendecke dichter und als wir unser erstes eigentliches Ziel erreichen macht die Regenzeit ihrem Namen alle Ehre. Der Himmel öffnet seine Schleusen. Wir schaffen es gerade noch halbwegs trocken unter das Vordach eines Verkaufsstandes, da prasselt ein tropischer Regenguss herab, der binnen weniger Minuten alles unter Wasser setzt. Wir haben Zeit und der Kaffee an diesem Stand schmeckt hervorragend. Außerdem nutze ich die Gelegenheit und probiere mal wieder eine neue Frucht aus, die dort angeboten wird. Schlangenfrucht und sie findet absolut meine Zustimmung. Es dauert eine Viertelstunde und dann ist der Regen von einer auf die andere Minute wie abgeschnitten. Nur noch die Reste der tiefhängenden Wolken lassen erahnen, welche Wassermassen hier gerade herunter gekommen sind. Das alles hat etwas Mystisches und wird dadurch im Nachhinein passend zu diesem „ganz anderen Tag“.</p>
<div id="attachment_644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1843-2.jpg"><img class="size-full wp-image-644" title="Der Batur-See auf Bali" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1843-2.jpg" alt="Der Batur-See auf Bali" width="450" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Der Batur-See auf Bali</p></div>
<p>Bei der Weiterfahrt am See entlang kommen wir durch die Gemüsegärten von Bali. Hier wird eine Vielzahl unterschiedlicher Gemüsesorten angebaut. Die kleine Straße schlängelt sich am See entlang und geht oft steil bergauf und genauso steil wieder herab. Faszinierende Aussichten. Ich könnte hier pausenlos fotografieren, aber während der Fahrt ist dies nicht möglich und ich will auch unseren Zeitplan nicht unnötig gefährden. Ich genieße einfach die Bilderflut, in der die Augen schwimmen. Manchmal setzt der Regen wieder kurzfristig ein, aber wir haben uns inzwischen Wasserdichte Überzüge zugelegt. Die helfen zwar nur bedingt, aber Hauptsache ist, die Kamera bleibt trocken, meine Klamotten hingegen werden nass und trocknen gleichzeitig im Wind.</p>
<div id="attachment_645" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1879-2.jpg"><img class="size-full wp-image-645" title="heute erleben wir die Regenzeit auf Bali" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1879-2.jpg" alt="heute erleben wir die Regenzeit auf Bali" width="450" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">heute erleben wir die Regenzeit auf Bali</p></div>
<p>Am See treffen wir einen Bekannten von Cecilia, den sie schon seit Jahren kennt und der sich über unsere Ankunft sehr freut. Und der Bekannte hat dann gleich auch eine freudig Überraschung für uns. Das heißt eigentlich sind es sogar zwei Überraschungen. Wobei das Wort freudig weder im ersten noch im zweiten Fall wörtlich zu nehmen ist. Das erste Ereignis führt uns in einem Boot über den See. Zwei starke Männer rudern das Boot, in dem wir alle (außer Cecilia und ihr Bekannter) Platz finden. Cecilia will aber eh nicht unbedingt mit, da sie diese Bootstour schon des Öfteren miterlebt hat. Als wir ablegen schaut uns eine 107 Jahre alte Bali Aga Frau lange nach.</p>
<div id="attachment_646" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2085-2.jpg"><img class="size-full wp-image-646" title="eine 107 Jahre alte Frau der balinesischen Ureinwohner &gt;Bali-Aga&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2085-2.jpg" alt="eine 107 Jahre alte Frau der balinesischen Ureinwohner &gt;Bali-Aga&lt;" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">eine 107 Jahre alte Frau der balinesischen Ureinwohner &gt;Bali-Aga&lt;</p></div>
<p>Fast lautlos gleitet das relativ große Boot über das Wasser, nur das Eintauchen der Paddel erzeugt ein plätscherndes Geräusch. Vogelstimmen sind aus den bewaldeten Berghängen zu hören, aber ansonsten ist es fast schon unheimlich still. Wir werden einen „Heiligen Baum“ besuchen, der die Luft reinigt. Mehr Informationen habe ich nicht. Ich versuche aber eh nicht zu viel zu fragen, nicht weil es unpassend wäre, sondern weil die vergangen Tage gezeigt haben, dass sich jede gemeinsame Aktion mit der Gruppe absolut gelohnt hat. Inzwischen bin ich schon fast so weit zu sagen: Ich schaue einfach mal, was ich denn heute so alles erleben werde.</p>
<p>Nach etwa 15 Minuten halten wir an einer Stelle an, die nicht besonders spektakulär aussieht und folgen einem kurzen Pfad. Und da steht also der „Heilige Baum“ der balinesischen Ureinwohner der &gt;Bali Aga&lt;. Diese folgen nicht dem Hinduistischen Kult die Toten zu verbrennen, sondern sie legen ihre Toten in weiße Tücher gehüllt unter heilige Bäume. Und unter einem dieser riesigen Bäume stehen wir jetzt und ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, hier liegen menschliche Knochen. Totenschädel stehen aufgereiht auf einem bemoosten Absatz nebeneinander. Während der Rest der Gruppe bereits eifrig fotografiert, sammele ich erst einmal meine Gedanken. Kann ich dieses Szenario einfach so ablichten? Will ich es überhaupt im Foto festhalten? Ich brauche ein paar Minuten, bevor ich mir sage „ja, ich kann“. Nicht weil ich denke, SIE sind ja eh tot. Auch nicht weil ich denke, ich bin hier in einem anderen Land und da kann es mir egal sein. Letztendlich sind es die Gedanken, dass bereits unzählig viele Menschen auf dieser Erde gelebt haben und gestorben sind. Und dass alles Leben dementsprechend aus bereits gelebtem neu entsteht. Und das ich nur den natürlichen Kreislauf vom Leben und Sterben in einer dieser Phasen fotografisch festhalte. Dass ich hier trotzdem keines dieser „spektakulären“ Fotos im Blog „präsentiere“ liegt nicht daran, dass ich mir meiner Sache nicht sicher bin, sondern daran, dass ich glaube, das man eine solche Erkenntnis nur für sich selber in Anspruch nehmen kann.</p>
<div id="attachment_647" class="wp-caption aligncenter" style="width: 466px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2027-2.jpg"><img class="size-full wp-image-647" title="am &quot;Heiligen Baum&quot; der &gt;Bali Aga&lt;" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_2027-2.jpg" alt="am &quot;Heiligen Baum&quot; der &gt;Bali Aga&lt;" width="456" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">am &quot;Heiligen Baum&quot; der &gt;Bali Aga&lt;</p></div>
<p>Ein wirres Durcheinander von lauten Stimmen und die Stimmung als solche ist aufgeheizt. Es lieg eine für alle spürbare Spannung in der von Zigarettenrauch geschwängerten Luft. Unter der Masse der Anwesenden haben sich offensichtlich zwei Lager gebildet. „WETTE“, schreit mich eine finstere Gestalt an. Ich versuche nach außen gelassen zu wirken und schüttele den Kopf. Aber nach nur wenigen Augenblicken donnert es ein zweites Mal und noch einen Ton schärfer: „WETTE!“. Ich schüttele erneut den Kopf und versuche es mit einem deutlichen „NO!“ zu unterstreichen.</p>
<div id="attachment_648" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1927-2.jpg"><img class="size-full wp-image-648" title="bedrohliche Stimmung vor dem Hahnenkampf" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1927-2.jpg" alt="bedrohliche Stimmung vor dem Hahnenkampf" width="450" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">bedrohliche Stimmung vor dem Hahnenkampf</p></div>
<p>Ich bin mir im Anfang nicht sicher, ob ich das, was sich hier gleich vor meinen Augen abspielen soll wirklich sehen will. Jeder weiß, dass diese Wette mit dem Tod endet &#8211; und der Kampf ist grausam und blutig. Offiziell sind die Kämpfe verboten, aber wir sind tief im Inneren der Insel und hier herrschen eigene Gesetze. Ich bin ganz sicher nicht blutrünstig, aber im letzten Moment entschließe ich mich dazu, mich diesem Ereignis auszusetzen und es zu dokumentieren. Das was ich gleich miterlebe wird auch geschehen, wenn ich dem Spektakel fern bleibe, oder die Augen verschließe. Denn jeder der hier steht, sitzt oder hockt will ihn sehen &#8211; den Hahnenkampf. Morgen wird ein religiöses Fest zelebriert und das Opfer dafür wird der Verlierer dieses Gefechtes sein.</p>
<div id="attachment_649" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1930-2.jpg"><img class="size-full wp-image-649" title="der blick in die Augen des Gegners vor dem Todeskampf" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1930-2.jpg" alt="der blick in die Augen des Gegners vor dem Todeskampf" width="450" height="278" /></a><p class="wp-caption-text">der blick in die Augen des Gegners vor dem Todeskampf</p></div>
<p>Kleine rasierklingenscharfe Messer werden jetzt den Gegnern an die Füße gebunden. Die Masse indessen schreit rhythmisch lauter und lauter. Die Szenerie hat etwas Unheimliches, Unwirkliches und Bedrohliches. Die Hähne, die sich bereits in die Augen sehen können, werden von ihren Besitzern zusätzlich aggressiv gemacht und die Zuschauer schreien und gestikulieren wie besessen hinter „ihren Favoriten“. Nur ein paar Augenblicke später stürzen sich die Tiere wutentbrannt aufeinander. Ein Angriff folgt dem anderen. Längst weiß ich nicht mehr, welcher Hahn zu welchem Besitzer gehört. Das erste Blut spritzt – eigentlich möchte ich jetzt weg, aber ich stehe praktisch in der ersten Reihe. Meine große Kamera mit dem großen Blitzgerät hat Eindruck gemacht. Irgendjemand hat mich ganz nach vorne geschoben, damit ich das Alles ganz genau sehe und auch fotografieren kann.</p>
<p>Die Menge tobt und befindet sich in einem regelrechten Blutrausch. Viel Geld floss in die Hände dessen, der die Wetteinsätze entgegengenommen hat. Jetzt geht es also um Blut, Geld und Ehre und hysterisch schreiende Menschen wollen diese Dinge mit aller Gewalt retten. Irgendwann ist das grausame Spiel dann endlich zu Ende. Der Gewinner wird mit seinen blutgetränkten Federn in die Luft gehalten. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob das Tier vielleicht selber schwer verletzt ist. Der Verlierer hingegen liegt regungslos am Boden und nur einen Moment später wird ihm der Kopf abgeschlagen&#8230;  Auch das ist Bali.</p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1882.jpg"><img class="size-full wp-image-650" title="letzter Blick auf den Batur-See" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1882.jpg" alt="letzter Blick auf den Batur-See" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">letzter Blick am späten Nachmittag auf den Batur-See</p></div>
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		<title>Der mit dem Affen kämpft und mit Bintang zum Bintang</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 17:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tarcino</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was kann dir Besseres passieren, als zum ersten Mal auf Bali zu sein und dann gleich eine ganze Truppe ortskundiger Reiseführer zur Verfügung zu haben. „Hast du Lust einen Ausflug mit uns zu machen“? fragt mich Cecilia. „Na und ob ich dazu Lust habe, wann soll es denn losgehen“. „Morgen früh um 9 Uhr. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was kann dir Besseres passieren, als zum ersten Mal auf Bali zu sein und dann gleich eine ganze Truppe ortskundiger Reiseführer zur Verfügung zu haben. „Hast du Lust einen Ausflug mit uns zu machen“? fragt mich Cecilia. „Na und ob ich dazu Lust habe, wann soll es denn losgehen“. „Morgen früh um 9 Uhr. Wir wollen alle zusammen zum Tempel &gt;Uluwatu&lt; fahren und wollen dich mitnehmen“. Ich freue mich sehr über diese Einladung und habe damit den ersten Tag nach meiner Ankunft schon volles Programm. Am nächsten Morgen geht es dann zwar nicht um 9 Uhr sondern um 10.30 Uhr los, aber dabei kann ich mich dann schon mal an die balinesische Zeitdehnung gewöhnen – was mir nicht allzu viel ausmacht. Nachdem der passende Helm für mich gefunden ist darf ich auf dem Sozius eines Motorollers des (wie alle bestätigen) besten Fahrers Platz nehmen.</p>
<div id="attachment_630" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1365-2.jpg"><img class="size-full wp-image-630" title="am Tempel &gt;Uluwatu&lt; auf Bali" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1365-2.jpg" alt="am Tempel &gt;Uluwatu&lt; auf Bali^" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">am Tempel &gt;Uluwatu&lt; auf Bali</p></div>
<p>Verkehrstechnisch gesehen ist Kutta der totale Horror. Tausende von Motorrollern sind hier täglich auf den Straßen. An jeder Ecke kannst du die Dinger mieten und jedes noch so kleine Gästehaus hat auch eigene Roller für die Gäste. Gefühlt hat jeder, der in Kutta wohnt, oder Urlaub macht mindestens zwei von den Dingern und ich werde bei der Masse von Fahrzeugen das Gefühl nicht los, dass alle auch immer mit beiden gleichzeitig unterwegs sind… Und selbst als wir bereits ein gutes Stück aus Kutta heraus sind, reißt der Strom an Zweirädern nie richtig ab. Wir sind mit unserer Gruppe mit vier Fahrzeugen in dem Gewusel unterwegs und so langsam macht das sogar richtig Spaß. „Mein Fahrer“ ist professioneller Motorradtaxifahrer und beherrscht das Gefährt tatsächlich gut. Das ein oder andere Mal zucke ich aber dennoch ordentlich zusammen, denn wir sind nicht nur ziemlich flott unterwegs, manchmal schlängeln wir uns auch durch die vielen anderen Fahrzeuge und dabei geht es tatsächlich oft nur um wenige Zentimeter.</p>
<p>Unsere Roller fahren in Formation, hintereinander, nebeneinander und alleine … – hallo, wo sind die Anderen plötzlich abgeblieben? Eine ganze Zeit sehe ich von unseren drei „Kollegen“ keinen einzigen und einige hundert Meter später sind auf wundersame Weise alle wieder da. Das Seltsame ist, dass dies ein paar Mal passiert und ich nie eine Erklärung dafür finde, warum der Rest denn auf einmal weg ist aber vor allem, wie man in diesem fahrenden Ameisenhaufen wieder zueinander findet &#8211; okay, ich muss ja auch nicht alles verstehen. Den Tempel erreichen wir jedenfalls alle zusammen.</p>
<div id="attachment_631" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1357-2.jpg"><img class="size-full wp-image-631" title="probiert er jetzt die neuen Flip-Flops an?" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1357-2.jpg" alt="probiert er jetzt die neuen Flip-Flops an?" width="450" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">probiert er jetzt die neuen Flip-Flops an?</p></div>
<p>Pass auf die Affen auf, kriege ich am Tempeleingang von den Anderen gesagt. Sie klauen alles, was sie in die Finger kriegen. Okay, ich packe die Sonnenbrille in den Rucksack, ziehe die Reisverschlüsse zu und trage die Kamera mit dem Gurt so, dass sie nicht weggerissen werden kann. Zudem wäre es auch nicht das erste Mal, dass ich so meine Erfahrungen mit den Viechern mache – in Thailand begegnen sie dir auch schon mal und eine der letzten Begegnungen habe ich noch recht gut in Erinnerung.</p>
<p>Der Tempel liegt auf einer Anhöhe an der Küste, von der es an Steilhängen verdammt tief hinab geht. Als wir für ein paar Fotos einige Schritte näher an den Abhang treten, merke ich, dass mir dabei ganz flau im Magen wird. Als aber einer der Jungs möchte, dass ich ihn fotografiere während er nur noch wenige Zentimeter vor dem Abgrund steht, da fährt es mir dermaßen in die Glieder, dass ich nicht einmal mehr die Kamera hochhalten kann. Ich ziehe ihn am Arm von der Stelle weg und sage sichtlich geschockt: „Das kannst du echt nicht mit mir machen“.</p>
<div id="attachment_626" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1300-2.jpg"><img class="size-full wp-image-626" title="was will der Affe im Hintergrund mit der Mütze?" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1300-2.jpg" alt="was will der Affe im Hintergrund mit der Mütze?" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">was will der Affe im Hintergrund mit der Mütze?</p></div>
<p>Wir einigen uns darauf dass alle an einer vor dem Abgrund stehenden Mauer fotografiert werden, die ausreichenden Schutz vor Abstürzen bietet. Und während einer nach dem anderen dann abgelichtet wird, schleicht doch tatsächlich so ein kleines Affenbiest von hinten an der Mauer hoch und mit einem Mal ist das Käppi von dem, der gerade fotografiert wird in der Hand der kleinen Bestie. Jetzt fragt man sich natürlich, was will der Affe mit der Mütze? Er wird sie ja eh nicht aufsetzen – außerdem wie sähe das denn aus? Ich bin jedenfalls der Meinung der Affe muss die Mütze wieder herausrücken. Gleichzeitig weiß ich aber auch, was er einmal hat, das will er auch behalten. Zugegebenermaßen bin ich nicht unbedingt der Mutigste, aber jetzt will ich mal schauen, ob ich nicht doch Erfolg habe.</p>
<p>In Thailand habe ich das ein oder andere Mal beobachtet, wie Leute, in deren Nähe Affen leben, mit diesen umgehen, wenn das Getier zu frech wird. Dazu gehören jedenfalls Steine. Wir stehen auf einem Weg mit mittleren bis größeren Steinen. Ich überlege nicht lange, greife nach unten, erwische eine Handvoll Steine und stürze damit geradewegs auf den Affen zu und bewerfe ihn sofort mit den Steinen. Der lässt vor Schreck die Mütze fallen und flüchtet, so schnell er nur kann. Und ich werde als der absolute Held gefeiert. Natürlich winke ich gelassen ab und sage: Das war doch nichts Besonderes. Wartet mal ab, bis ich euch beim Dinner heute Abend die Geschichte erzähle, als ich dem Haifisch die Luftmatratze wieder weggenommen habe. Das Gelächter ist riesig und am Meisten lacht der Knabe, der seine Mütze zurückbekommen hat – die ist doch schließlich ganz neu.</p>
<div id="attachment_632" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1375-2.jpg"><img class="size-full wp-image-632" title="an dieser netten kleinen Beach legen wir eine Pause ein" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1375-2.jpg" alt="an dieser netten kleinen Beach legen wir eine Pause ein" width="450" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">an dieser netten kleinen Beach legen wir eine Pause ein</p></div>
<p>Nach der Tempelbesichtigung fahren wir zu einem kleinen Strand und  relaxen ein wenig im Sand. Dort sind ein paar australische Touristinnen,  die sich in knappen Bikinis in die Sonne legen &#8211; etwas, was  balinesische Mädels nie tun würden, da es sich auf Bali eigentlich  „nicht gehört“. Einige der Jungs haben nun besonderen Spaß daran, auf  einem Foto zu sein, bei dem im Hintergrund eine der halbnackten  Urlauberinnen liegt. Zum Glück haben sie dafür auch eine eigene Kamera  dabei, so dass ich jetzt nicht als Aktfotograf „missbraucht“ werde.  Irgendwie warte ich die ganze Zeit darauf, dass die Australierinnen, es  mal merken und sich beschweren aber die sind nicht nur extrem unsensibel  sondern auch blind.</p>
<div id="attachment_627" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1445-2.jpg"><img class="size-full wp-image-627" title="so lassen sich Jungs auf Bali gerne fotografieren ..." src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1445-2.jpg" alt="so lassen sich Jungs auf Bali gerne fotografieren ..." width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">so lassen sich Jungs auf Bali gerne fotografieren ...</p></div>
<p>Ich steige mit den Füßen mal ein wenig in den Indischen Ozean und hoffe damit (aber leider vergeblich) auf Abkühlung. Die Temperatur liegt heute bei über 30 Grad und das Wasser fühlt sich kaum kälter an. Zum Schluss habe ich nur den Ärger den nassen Sand zwischen den Zehen wegzukriegen, bevor ich wieder in meine Socken steigen kann.</p>
<p>Wir fahren zurück nach Kutta und ich eile unter die Dusche. Seit mehreren Stunden habe ich wahrscheinlich geruchstechnisch den Level eines nassen Fuchses. Ich versuche den ständigen Schweißfluss soweit wie möglich zu ignorieren, aber wenn du dann nach einem solchen Tag endlich unters Wasser kommst, dann ist das wie eine Erlösung. Es ist auf Bali deutlich heißer als die letzten Tage in Thailand. Zudem haben wir hier eine Luftfeuchtigkeit die annähernd bei 100% liegt.</p>
<div id="attachment_629" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1524-2.jpg"><img class="size-full wp-image-629" title="und abends trifft man sich zum Bintang am Strand" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1524-2.jpg" alt="und abends trifft man sich zum Bintang am Strand" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">und abends trifft man sich zum Bintang am Strand</p></div>
<p>Und dann am späten Nachmittag geht es wieder zum Strand. Dieses Mal an den Strand von Kutta. Das Motto hier ist mit einem Bintang beim Bintang. So heißt nämlich nicht nur das indonesische Bier, sondern es bedeutet auch Sonnenuntergang. Fast bin ich dazu geneigt, meine selbstauferlegte Alkoholabstinenz während der Reisezeit an diesem Abend zu brechen und auch den Bintang mit einem Bintag zu genießen aber der Strandverkäufer hat zum Glück auch eine Limo in der Getränkekiste. Den zweiten Abend in Folge erlebe ich anschließend diesen grandiosen Sonnenuntergang über dem Meer vor Bali. Und nicht nur ich: Hier trifft sich jeden Abend die halbe Stadt und genießt dieses unbeschreibliche Farbenspiel, was sich ständig ändert und eben von &gt;unbeschreiblich&lt; bis &gt;absoluter Wahnsinn&lt; reicht.</p>
<div id="attachment_628" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1678-2.jpg"><img class="size-full wp-image-628" title="die sagenhaften Sonnenuntergänge von Bali" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1678-2.jpg" alt="die sagenhaften Sonnenuntergänge von Bali" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">die sagenhaften Sonnenuntergänge von Bali</p></div>
<p>Am Abend bin ich dann der großzügige Spender und lade alle zum Abendessen ein. Die gebratenen Nudeln, die wir mittags in einem Warung am Tempel gegessen hatten, wurden bezahlt, ohne dass ich davon Notiz genommen hatte und zu den Mietkosten für die Motorroller oder zu den Spritkosten hatte ich auch nichts beigesteuert. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun mit acht Personen die köstlichen einheimischen Gerichte verspeisen und ich damit meinen Teil zu diesem tollen Tag beitragen kann. Und ich stelle fest: Die indonesische Küche kann sich absolut sehen lassen und hat noch viel mehr zu bieten als Bami Goreng oder Nasi Goreng.</p>
<div id="attachment_634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1616-2.jpg"><img class="size-full wp-image-634" title="zum Bintang an den Strand von Kutta" src="http://tarcino.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/MG_1616-2.jpg" alt="zum Bintang an den Strand von Kutta" width="450" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">zum Bintang an den Strand von Kutta</p></div>
<p>Während des Abendessens wird die Aktion mit dem Affen dann noch mal zum Thema. Einer der Jungs, den alle &gt;Puma&lt; nennen, will wissen, warum ich denn so sicher war, dass das mit den Steinen und dem Gegenangriff auf die kleine Bestie gelingt. Irgendwie ist er von der Aktion (bei der ich wiederum ganz schön gezittert habe) immer noch begeistert. Hast du Erfahrung mit Affen, will er wissen? Und gibt es denn auch in Deutschland viele Affen? „Weißt du Puma“, antworte ich schmunzelnd, „in Deutschland haben wir auch Affen, nur leider helfen bei diesen Affen keine Steine …“</p>
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