Flug EK047 DXB – FRA

Im Flieger sitzend auf dem Weg zurück weiß ich nicht so recht wie es mir geht – eigentlich weiß ich nicht einmal, was ich jetzt schreiben soll, habe nur das Gefühl, abschließend noch etwas mitteilen zu müssen. Meine Gedanken sind in eine melancholische Wolke gehüllt. Ich möchte nicht wirklich zurück an den Ort wo ich jetzt wohne, habe das Gefühl, dass ich noch so vieles mehr in Thailand sehen und erleben wollte. Aber ich freue mich auch auf meine Freunde – hoffe sie freuen sich auch …

Der letzte Tag in Bangkok war ein netter Abschluss. Habe einen Freund getroffen, den ich inzwischen seit vielen Jahren kenne. Ich lud ihn zum Essen ein und bat ihn ein nettes Restaurant auszusuchen, da das letzte Dinner dieser Reise nicht irgendwo an einer Garküche stattfinden sollte. Wir haben dann in netter Atmosphäre in einem thai-europäischen Restaurant gegessen und eh ich mich versah hat er die Einladung umgedreht und einfach die Rechnung bezahlt.

Für einen kurzen Moment war ich dazu geneigt ihm von meiner Begegnung in Chiang Rai zu berichten um ihn zu fragen, was er als Thai aber auch als Außenstehender darüber denkt. Ich habe es dann aber doch nicht getan. Er ist mehr der Businesstyp – hat gerade ein Buch über den Erfolg von Marketingstrategien herausgebracht (über das er aber nur berichtet, weil ich von ihm wissen will, was seine berufliche Karriere macht und ob er inzwischen das Unternehmen gewechselt hat, was er schon vor mehr als einem Jahr ankündigte). Eigentlich hatten wir in der Zeit, in der ich in Thailand bin einen mehrtägigen gemeinsamen Trip in den Süden des Landes geplant. Aber sein Job ließ ihm dazu keine Zeit und so wurde daraus dieses gemeinsames Essen am letzten Tag – schön war es trotzdem; wir haben es beide genossen und wir haben uns auch beide gefreut jeweils den Anderen wiederzusehen.

Phra Lahminh ist noch immer in meinen Kopf. Ich  überlege, ob die neuen Erfahrungen und Erkenntnisse Auswirkungen auf meinen Alltag haben werden. Durch das Chaos meiner Gedankenwelt hat sich noch keine klare Linie gebildet. Ich beschäftige mich aber auch nicht mehr ständig damit. Eigentlich hätte ich an diesem 30.12.  noch so viele Fragen gehabt. Eigentlich wäre ich gerne am nächsten Tag noch einmal in diesen Waldtempel gefahren um weiter an das Gespräch anzuknüpfen, aber es war ja leider nicht möglich. Vielleicht war es auch genau so richtig; vielleicht sollte dies ja fürs Erste reichen. Aber sehe ich, und wenn ja wann, diesen Menschen wieder? Und kann er mir dann evtl. noch mehr über dieses frühere Leben berichten? Gibt es vielleicht sogar noch weitere Schreckensmeldungen?

In der Vergangenheit habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es so gut wie immer anders kommt, als man es sich vorstellt. Und so wird es wahrscheinlich auch mit dieser Geschichte sein. In ruhiger Minute denke ich sicher noch mal intensiv über dieses Erlebnis nach. So oder so, bereue ich es auf keinen Fall Phra Lahminh über den Weg gelaufen zu sein. Das hat einfach so sein sollen, weil genau an diesem Tag und zu dieser Stunde der Zeitpunkt dafür erreicht war.

An dieser Stelle nun danke an alle, die mit mir hier im Blog, oder per Mail oder per Telefon oder einfach nur in Gedanken unterwegs waren. Danke auch für die Anerkennung und für vielfaches Lob über mein Geschreibsel -  das hat mich echt überrascht und nicht weniger gefreut. Einen größeren Applaus für die doch recht aufwendige Arbeit kann es kaum geben. Letztendlich war dies ein nicht unerheblicher Motor für viele Stunden und Minuten und es hat die ursprüngliche Idee von Dennis damit so erfolgreich gemacht. Last but not least war ich während der gesamten Reise nie alleine – thank you again – kopp khun krap.

Steff

gemeinsam reist es sich halt besser :-)

gemeinsam unterwegs ...

5 Antworten zu “Flug EK047 DXB – FRA”

  1. margrit.biester sagt:

    Lieber Stefan,
    wir haben heute so ausführlich am Telefon gesprochen das hier nichts mehr zu sagen ist, außer….
    ich danke Dir für den Bericht im Waldkloster mit dem Mönch. Diese Begegnung zeigt mir das meine Gedanken über den Kreislauf des Lebens
    richtig ist, viele Inkarnationen nötig sind um die Seele weiter zu ent-
    wickeln und wir uns alle nicht einbilden sollen immer nette Menschen
    gewesen zu sein.
    Danke, das ich das miterleben durfte dank Deiner großzügigen Offenheit.

    Liebe Grüße
    Margrit

  2. Jana sagt:

    wow, du warst jetzt so lange auf deiner reise, dass es selbst mir grade merkwürdig vorkommt, dass sie nun zuende ist.
    ich lese normalerweise bei dennis und bin so auf diesen blog aufmerksam geworden.
    ich danke dir für deine vielen beiträge, die alle so wunderbar geschrieben sind und die fotos, die mir alle so gut gefallen. nicht umsonst wurde dein feed immer an erster stelle im reader angezeigt, sobald du einen neuen beitrag veröffentlicht hast: ich habe deine beiträge immer sofort geklickt, konnte ja kaum erwarten, was du neues zu berichten hast.

  3. zzipp sagt:

    Hi Steff,

    und auf einmal waren sie rum, die “langen” beiden Monate. Auch für mich gingen sie viel zu schnell rum.

    Ich werde deine Artikel über die Reise vermissen. Es war interessant und nicht weniger schön an deinen Erlebnissen teilhaben zu dürfen. Ich bin gespannt, was du nun mit deinem Blog “machen wirst”. Ich hoffe ja sehr, dass du ihn trotz Deutschland weiterfürhst. Ich hoffe, dass du weiterhin regelmäßig schreibst…

    Ich freue mich sehr, dass du wieder da bist. Ich werde mich die nächsten Tage dann mal bei dir melden.

    Grüße
    Dennis

    PS: Von deinen Schreibkünsten bin ich schon lange begeistert, aber das weißt du ja :-)

  4. margrit.biester sagt:

    Hallo Stefan,
    bin begeistert von den anderen Bloglesern und finde wir sollten ein
    Bloglesertreffen machen. In Koblenz ?? zum zuhören, Klöhnschnack und gemeinsam freuen ???????????!!!!!!!!!!!!!!

    Lieben Gruß

    Margrit

  5. Südafrika | Reiseziele Afrika…

    Wirklich gut und detailliert dargestellt, da kommt man echt auf die Idee mal wieder im Sommer nach London zu jetten……

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