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11. Dezember 2009

12.30 Uhr (6.30) – Es ist schwierig im Bus sitzend mit dem Laptop zu arbeiten, besonders wenn der Fahrgast vor dir den Sitz so weit nach hinten legt, dass du mit bloßem Auge erkennst, ob er schuppiges Haar hat. Ich könnte seinen Kopf als Ablage für den Computer benutzen, aber ich glaube nicht, dass ihn das erfreuen würde. Also verbiege ich mich nun einigermaßen um auf der Fahrt von Pattaya nach Bangkok ein paar Zeilen zusammen zu bringen.

Die letzten Tage waren durch neue Bekanntschaften geprägt, die einen bleibenden Eindruck hinterließen. Habe außerdem ein paar Tage am Strand versucht zu relaxen – sofern das am Jomtien-Strand unweit der Stadt überhaupt möglich ist. Die meiste Zeit bist du dort nämlich damit beschäftigt dankend abzulehnen, was dir innerhalb von Minuten alles angeboten wird. Von Souvenirs und sonstigem Kitsch über Bekleidung und Brillen, DVDs, Spiele, Früchte, Essen, Eiskrem, Massagen, Maniküren etc. – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.  Kaum ist der erste Händler weitergezogen hält dir der nächste bereits seine Ware unter die Nase. Ständig bist du damit beschäftigt lächelnd „Nein Danke“ zu sagen und manchmal vergisst du dabei nicht nur das Danke sondern auch das Lächeln. Allerdings war ich durch leichtes Fieber und Durchfall eh ein wenig eingeschränkt und nicht so gut drauf, was ich mir aber versucht habe nicht anmerken zu lassen.

Es ist immer wieder das Gleiche: Obwohl ich weiß, dass ich bei der Essensauswahl gewisse Vorsicht walten lassen sollte (hab‘ halt einen empfindlichen Magen), tue ich es trotzdem nicht und habe hinterher Probleme. Also kein Selbstmitleid oder Klagen, sondern nur nüchterne Betrachtung des Vorgangs; bin es eben selber schuld. Aber heute geht es mir auch wieder gut und so kann ich mich erneut auf den Weg nach Bangkok machen.

Während meiner Reisen genieße ich es immer wieder ein paar Tage in der Hauptstadt zu verweilen und das nicht nur aufgrund der zentralen Lage in der Mitte des Landes. Dabei kenne ich viele Reisende die Bangkok nicht mögen. In all den Jahren habe ich selber festgestellt, Bangkok kann man nicht neutral betrachten – diese Stadt hasst oder liebt man. Ich jedenfalls liebe Bangkok, auch wenn es schon mal vorkommt, dass meine Gefühle für die Metropole einen Tag Pause machen.

Pattaya

07. Dezember 2009

Nun sitze ich bereits das vierte Mal seit meiner Abreise im Flieger. Obwohl ich den längsten Teil der Reise (noch) vor mir habe, merke ich wieder, wie schnell doch die Zeit vergeht.  Von Chiang Rai geht es also zurück in die Hauptstadt. Von dort mit dem Bus ins 120 km entfernte Seebad Pattaya. Pattaya ist noch weniger Thailand als die Metropole Bangkok (beides ist nur ziemlich nah an Thailand…). Hier ist irgendwie alles eine Spur zu viel oder aber auch vieles eine Spur zu wenig.

Zu viele Touristen – zu wenig Ruhe, zu schmutzige Strände, zu wenig Planung, zu viele Baustellen, zu wenig Freiraum, zu viel Verkehr, zu wenig Natur, zu viel Nepp, zu wenig Aufrichtigkeit, zu viel Alkohol, zu wenig Rücksicht etc. etc. Die Aufzählung ließe sich noch erheblich erweitern und trotzdem hat Pattaya auch zugegebener Maßen seinen Reiz. Und dieser liegt nicht an den schönen Sonnenuntergängen (die hat man an vielen Orten in Thailand) sondern an einem schillernd-bunten Nachtleben, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt … Ich bin mir sicher: An keinem Ort der Welt wird sich schneller verliebt und an keinem Ort der Welt wird sich schneller getrennt. Da halten nicht einmal Köln oder Rio de Janeiro  während der Karnevalstage mit.

Sonnenuntergang in Pattaya

Sonnenuntergang in Pattaya

Besonders gefährlich ist der Straßenverkehr in Pattaya. Täglich gibt es Unfälle mit zum Teil schweren Verletzungen als Folge. Unfälle gehören in Thailand eh mit zu der häufigsten Todesursache. Und auch Touristen werden immer wieder Opfer von Zusammenstößen. Oft liegt es daran, dass Ausländer hier von der Fahrweise völlig überfordert sind aber nicht selten ist auch Alkohol und anschließende Selbstüberschätzung die Ursache. Auch ich bin mit dem Motorroller immer wieder in dem Gewühl aus unzähligen Fahrzeugen unterwegs. Bis jetzt ist es (fast) immer gut gegangen. Und das liegt nicht nur daran, dass ich hier selbst als Fußgänger alkoholfrei  unterwegs bin.

Thai-Führerschein und Verkehrsregeln

07. Dezember 2009

Zum Thema Straßenverkehr in Thailand (insbesondere in den Touristen-Regionen) habe ich diese nicht ganz frei erfundenen Aufzählungen zusammengestellt. Die nachfolgenden Sätze sind aber trotzdem nur bedingt ernst gemeint…

Wenn du einen Führerschein beantragst, vergiss nicht die „Beschleunigungsrate“ möglichst frühzeitig zu entrichten.

Theoretischen Unterricht gibt es theoretisch.

Erste Fahrpraxis bekommst du spätestens bei der Prüfungsfahrt und danach sowieso.

Welche Fahrzeugklassen in deinen Führerschein eingetragen werden, kommt auf  „Eintragungrate“ an, die du dafür gerne und großzügig begleichst.

Solltest du zu Beginn noch Unsicherheit auf der Straße empfinden, dann fahre am Anfang einen LKW oder einen Bus, beide bieten dir mehr passive Sicherheit.

Siehst du schon von weitem ein Stauende, dann gib unbedingt noch mal Vollgas, damit sich bloß keiner mehr zwischen den Stau und deinem Fahrzeug schieben kann. Außerdem könnte es ja im besten Falle sein, dass der Stau sich aufgelöst hat, wenn du das Ende erreichst…

Die Fahrer der Fahrzeuge neben, vor oder hinter dir kennst du nicht und willst du auch nicht kennen lernen. Es gibt also keinen Grund darauf Rücksicht zu nehmen oder jemandem sogar die Vorfahrt zu schenken.

Kleinere Blechschäden sind nicht als Unfall zu betrachten; sie dienen mehr dazu Gebietsansprüche geltend zu machen.

Bei größeren Schäden (auch bei Personenschäden) hält der Verursacher grundsätzlich an, es sei denn, sein Fahrzeug ist noch halbwegs fahrbereit.

Durchgezogene Linien signalisieren keinesfalls, dass an diesen Stellen das Überholen nicht gestattet ist, sie sind primär dazu geeignet bei Nebel oder bei erhöhtem Alkoholpegel eine durchgehende Orientierungslinie zu haben.

Schilder die Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen, dienen rein dekorativen Zwecken; Fahrer in Thailand wissen zu 100 Prozent immer welche Geschwindigkeit wo angemessen ist.

Einbahnstraßen werden in Thailand immer nur in die eine oder andere Richtung befahren…

Hupen bedeutet immer: Ich bin im Recht und ich habe Vorfahrt – Lichthupen bedeutet: (siehe Hupen).

An einer roten Ampel wird häufig angehalten.

Als Linksabbieger interessieren dich keine roten Ampeln und schon gar kein fließender Verkehr, der sich auf einer Vorfahrtsstraße befindet.

Zebrastreifen sind nicht wie man glauben könnte dafür da, um Fußgängern das Überqueren einer Straße zu ermöglichen. Der genaue Zweck dieser Markierung, die eher selten anzutreffen ist, wurde den thailändischen Verkehrsteilnehmern bislang noch nicht erörtert.

Ein Sammeltaxi ist erst dann überfüllt, wenn die Vorderräder den Kontakt zur Straße verlieren.

Als Ausländer und Selbstfahrer solltest du – insbesondere wenn du zum ersten Mal nach Thailand kommst – die thailändische Fahrweise unbedingt noch toppen, damit alle merken, was du für ein toller Hecht bist. Achte auch darauf, dass dein erstes Mietfahrzeug  ein Motorrad ist, das in der höchsten angebotenen Leistungsklasse angesiedelt ist. Gerade wenn du mit einem Einheimischen unterwegs bist, kannst du durch deine riskante Fahrweise wirklich überzeugen…

> Sawadee Krapp <

03. Dezember 2009
Sawadee Krapp (thailändische Begrüßung), viele Grüße an alle Leser des Blogs und besonders an die, ich persönlich kenne. Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2010.Teno (frei interpretiert - stm)

Sawadee Krapp (thailändische Begrüßung), viele Grüße an alle Leser des Blogs und besonders an die, ich persönlich kenne. Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2010.Teno (frei interpretiert - stm)

Wat Phra Archa Thong

03. Dezember 2009

Gestern stand der Besuch des Tempels zum goldenen Pferd (Wat Phra Archa Thong) auf dem Plan. Vor etwa zwei Jahren hatte ein Freund (danke Smitti :-) mir einen Bericht im Fernsehen mitgeschnitten, in dem von diesem Tempel – ca. 20 km Luftlinie von der burmesischen Grenze entfernt – berichtet wurde. Phra Khru Ba Neau Chai, ein Mönch, der früher der erfolgreichste Thaiboxer in Nordthailand war kümmert sich um Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Dörfern der Bergvölker, die abgeglitten und oft drogenabhängig oder zumindest in die Drogenszene verstrickt sind. Darüber hinaus kämpft er gegen die Drogenmafia, versucht in den Dörfern der Minoritäten Alternativen für ein besseres Leben zu vermitteln und wurde durch sein Engagement bereits mehrfach Opfer von Anschlägen und Überfällen.

Tor zum Wat Phra Archa Thong

Das alles hindert ihn aber nicht seine Arbeit fort zu setzen und gerade in der jüngsten Generation die wegweisende Zukunft zu sehen.  Jeder Novize im Wat Phra Archa Thong bekommt über kurz oder lang ein eigenes Pferd und lernt damit erstmals Verantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus unterrichtet der Mönch seine Novizen auch in der Kunst des Thaiboxens. Mit Strenge und Disziplin aber auch mit großer Aufopferung und mit dem Wissen immer wieder von vorne anfangen zu müssen, bekommen die Kinder und Jugendlichen eine bessere Alternative zum Drogenleben geboten und besuchen oft zum ersten Mal in ihrem Leben eine Schule.

Begeistert von dieser Idee und mit den Bildern des Films im Kopf und auf dem Smartphone bin ich glücklich an diesem Ort zu sein und gleichzeitig enttäuscht, weil hier vieles so ganz anders aussieht, wie es die Filmdokumentation vermittelte. Phra Khru Ba der große Mönch, Boxer und Abt des Klosters ist nicht da. Auch die zweite wichtige Person eine Nonne, die die Arbeit dort seit Jahren aktiv unterstützt, treffe ich nicht an. Das Kloster besteht offensichtlich aus zwei verschiedenen Plätzen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Der erste Platz ist zu einer Art Touristenattraktion geworden, auf dem Kitsch wie auf einem Basar angeboten wird.  Inzwischen ist der Mönch nicht nur im ganzen Land, sondern, wie man sieht, auch in Europa und wahrscheinlich sogar im Rest der Welt bekannt geworden. Jetzt um ca. 12 Uhr mittags sieht es aus, als sei der erste Touristenstrom gerade durch und man wartet nun auf den nächsten Andrang…

Felsenhöhle Wat Phra Archa Thong

Der zweite Platz, der in dem Film besonders zur Geltung kommt und dort voller Leben und Energie zu stecken scheint, macht einen fast schon verlassenen Eindruck. Ein paar gackernde Hühner, eine paar in der Ecke liegende Hunde, die vor sich her dösen – die Statue des goldenen Pferdes ohne Farbe. Vier oder fünf Pferde in Ställen und ansonsten ist nichts (außer der Örtlichkeit) was an den Film erinnert. Liegt es an der Tageszeit? Halten jetzt etwa alle Mittagsschlaf? Für einen Moment überkommt mich der Gedanke nach einem Besen zu suchen und zu kehren und den herumliegenden Müll zu beseitigen. Nach etwa einer Stunde verlasse ich den Ort wieder. Im Fernsehen sieht irgendwie alles anders aus – aber wahrscheinlich wird man dies bei vielen meiner Fotos auch sagen.

Chiang Rai – Wat Doi Kau Quaai

01. Dezember 2009

30.12.2009 – 10.25 Uhr (4.25) – Das Hotel in Chiang Rai [nördlichste Provinz Thailands (goldenes Dreieck), mit der gleichnamigen Stadt Chiang Rai, ca. 80 km von den Grenzen nach Laos und Burma/Myanmar gelegen] ist angenehm preiswert. Die Übernachtung in einem ca. 20 qm großen und sehr sauberen Zimmer mit Klimaanlage (die um diese Jahreszeit nicht gebraucht wird), Kühlschrank,  Fernseher (spricht leider nur thai), einem großen Badezimmer mit Toilette und Dusche (kalt bis kochend), täglichem Zimmerservice und inkl. Frühstück kostet 7,14 €. Das Frühstück ist jedoch relativ einfach gehalten (Tasse Kaffee (Instand), zwei dünne Scheiben Toast und je eine Portion Butter und Marmelade, wobei die Menge von Butter und Marmelade gleich gehalten ist …). Und zwei Flaschen Wasser gibt es täglich auch noch gratis dazu.

Am ersten Morgen im Norden habe ich mich auf den Weg gemacht und zu Fuß die nähere Umgebung erkundet. Ich kenne die Stadt zwar schon seit ein paar Jahren, war bislang aber meist per Motorroller unterwegs um von dem etwas außerhalb liegenden Hotel schnell ins Zentrum zu gelangen. An diesem Morgen war mir aber einfach nach einem Spaziergang zumute (angenehmer Sommermorgen bei 24 Grad, Sonnenschein und leichter Brise).

Nach ca. einem halben Kilometer sah ich ein Schild, das auf einen Tempel hinwies. Denn kannte ich noch nicht und beschloss nun dies umgehend zu ändern. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich jedoch nicht, dass der Tempel auf einem kleinen Berg lag, der wiederum mehr als drei Kilometer entfernt war. Also folgte ich guter Dinge den weiteren Schildern und wunderte mich, dass ich einfach nicht ankam. Irgendwann sah ich dann doch endlich die Türme des Tempels auf dem Berg und stand vor einer nicht enden wollenden Treppe. Ich wusste, wenn ich da hoch steige, bin ich nicht nur völlig platt, sondern gleichzeitig wie aus dem Wasser gezogen…

Am  oberen Ende der Treppe blickten mich dann zwei steinerne Tempelwächter grimmig an. Jetzt quäle ich mich hier schon diese endlosen Stufen hoch, bin nass geschwitzt und dann diese düsteren Gestalten – eine freudige Willkommensbegrüßung stelle ich mir anders vor. Diese bekam ich dann aber nur wenige Minuten später von einem jungen Mönchen, der sich nicht nur über meinen Besuch freute, sondern mir bereitwillig von dem Tempel und dem Leben in einem Wat erzählte. Auf meine Frage, warum er ein so ausgesprochen gutes Englisch beherrsche folgte ein bescheidenes Lächeln und die Erklärung, dass er normalerweise bei >Bangkok Air< beim Bodenpersonal arbeite – (klar, da spricht er wahrscheinlich jeden Tag englisch). Jetzt habe er sich ein paar Tage Auszeit genommen um in diesem Wat zu meditieren.

Mönch im Tempel Wat Doi Quaai

Mönch im Tempel >Wat Doi Kau Quaai<

In Thailand ist dies nichts Ungewöhnliches. Fast jeder Thai (ca. 95 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten) geht mindestens einmal in seinem Leben (viele auch mehrfach) in ein Kloster um während dieser Zeit Tam Bun (Verdienstpunkte für das nächste Leben) – (http://de.wikipedia.org/wiki/Tam_bun) zu sammeln. Wie lange diese Auszeit dauert, legt derjenige, der sich für das Klosterleben entscheidet selber fest. Allerdings muss der Abt des jeweiligen Tempels vorher seine Zustimmung zur (vorübergehenden) Aufnahme in die Tempelgemeinschaft geben. Jedenfalls war der junge Mönch gerade dabei sein Punktekonto ordentlich aufzustocken und wie es schien fühlte er sich sichtlich wohl dabei.

Vielleicht sollte ich auch mal darüber nachdenken. Selber habe ich jedenfalls das Gefühl, dass mein eigenes Punktekonto, bei dem jede gute und auch jede schlechte Tat automatisch registriert wird, kein allzu großes Guthaben aufweißt. Ob das Schreiben von Online-Reiseberichten darin auch berücksichtigt wird? – Ich glaube eher nicht.

Aussicht über Chiang Rai

Aussicht vom Tempel über Chiang Rai

Ankunft im goldenen Dreieck

01. Dezember 2009

29.11.2009 – 12.50 Uhr (6.50) – Domestic Airport Don Muang – Es geht von Bangkok weiter in den Norden nach Chiang Rai. Der alte Airport Don Muang, von dem heute ein Teil der nationalen Flüge abgewickelt werden, steht vor ungewisser Zukunft. Vor ein paar Jahren geschlossen, nachdem der neue Internationale Airport Suvarnabhumi eröffnet wurde, war er jedoch nur wenige Monate außer Betrieb. Schnell erkannten die Bilig-Airlines, dass es für sie preisgünstiger sei, weiter von hier die Inlandsflüge an zu bieten. Und so wurden Teile von Don Muang kurzerhand wieder in Betrieb genommen. Inzwischen sieht es hier aber ein wenig trostlos und gelinde gesagt verkommen aus.

Ich habe also mit der „Crashline“ One-Two-Go den Flug in den Norden gebucht. Die gehört zwar zu den Gesellschaften, die in Europa auf die „Schwarze Liste“ gebannt wurden, aber sie werden ja nach dem Crash auf Phuket hoffentlich nicht gleich wieder Ärger machen …

Sie haben keinen Ärger gemacht und der Flug, der Service und auch der Preis waren top. Ich bin also wohlbehalten in Chiang Rai angekommen (ca. 650 km von Bangkok).

Wat Pho

29. November 2009

12.25 Uhr (06.25) Wat Pho (Wat = Tempel)lautet der Name eines weit über die Grenzen von Bangkok bekannten Tempels. Dieser Tempel ist nicht nur bekannt durch den großen liegenden Buddha (45 Meter lang), sondern auf dem Gelände von Wat Pho ist die bekannteste und landläufig auch als beste bezeichnete Massageschule ganz Thailands. Hier wird unter strenger Anleitung die Kunst der traditionellen Thai-Massage unterrichtet. Traditionell ist bei der Bezeichnung besonders wichtig, da es in Bangkok an dubiösen Stellen noch dubiösere Massage-Studios gibt, die mit der wirklichen Thai-Massage erschreckend wenig zu tun haben und wo i.d.R. nur das massiert wird, was bei der traditionellen Massage eher ausgespart wird.

Eineinhalb Stunden habe ich die Massage genossen und für thailändische Verhältnisse auch relativ viel dafür bezahlt, nämlich 580 Bath (12 Euro). Natürlich ist das für unsere Verhältnisse spotbillig, aber ich habe auch schon weniger als die Hälfte dafür ausgeben müssen und schlecht war diese Massage z.B. in Kuraburi (Südthailand) auch nicht. Aber es war eben auch nicht im bzw. am Wat Pho.

Da ich mehr als 30 Minuten warten musste, habe ich die Zeit genutzt ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Tempelgelände und von dem großen ruhenden Buddha (siehe Foto) im Bild fest zu halten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon an diesem Ort fotografiert habe, aber jedesmal reizt es aufs Neue und Motive gibt es ohne Ende.

Dann nach 90 Minuten Massage waren auch die Verspannungen, die ich von zuhause mitgebracht hatte verschwunden – ich habe sie nicht vermisst…

an die “Mitreisenden”

29. November 2009

Zuerst einmal herzlichen Dank an alle die sich hier in Form von Kommentaren einbringen (auch wenn ich bei dem ein oder anderen nicht so gut wegkomme ;-). Bitte nicht sauer sein, wenn ich nicht auf jeden Kommentar hier im Blog eingehe (es sei denn es geht nicht mehr ohne zu intervenieren …). Ich lese jede Anmerkung und weiß eure Reaktionen wirklich zu schätzen :-) Zeigt es doch, dass es tatsächlich ein paar Menschen gibt, die hier gerne ein wenig “mitreisen”. Ich freue mich wenn ihr auch in nächster Zeit noch bleibt und versuche (wenn auch nicht täglich) immer wieder von einzelnen Stationen, Sehenswürdigkeiten oder Erlebnissen zu berichten. Am 28.11. ist mir dies aber trotz Bemühen leider nicht gelungen.

Leider war den ganzen Tag kein Zugriff auf die Seite, auf der der Blog liegt, möglich. Dies hat nichts damit zu tun, dass ich mich in Thailand aufhalte, sondern es ist ein Problem beim Anbieter des Blog-Services, der den Speicherplatz zur Verfügung stellt und durch den die Gestaltung des Ganzen möglich ist. Dieser Dienst ist netterweise kostenlos und war – zumindest an diesem Tag – genauso viel wert …

Bangkok verbindet …

27. November 2009

Bangkok 12.05 (6.10) – Mit der Kamera in Bangkok unterwegs zu sein bedeutet alle paar Meter dass Bedürfnis zu haben stehen zu bleiben und das Sichtbare im Bild festzuhalten. Oft sind es gerade unscheinbare Dinge, die den besonderen Reiz haben und doch so schnell in der Masse der gigantischen Vielfalt untergehen. Bangkok ist mehr als nur Großstadt – Bangkok ist zweifelsohne eine der wirklichen Metropolen auf dieser Welt und manchmal ist Bangkok auch echtes Lebensgefühl.