Mit ‘Pattaya’ getaggte Artikel

Wat Yansangwararam

Montag, 21. Dezember 2009

Als eine Hommage an seine Majestät König Bhumibol Adulyadej  Rama IX versteht sich die mehrere Quadratkilometer große Tempelanlage Wat Yansangwararam ca. 160 km südlich von Bangkok. Zahlreiche buddhistische Bauwerke entstanden und entstehen noch immer auf diesem riesigen Gelände.

Viele kleine und große Bauwerke faszinieren auf mehreren Quadratkilometern.

Viele kleine und große Bauwerke faszinieren auf mehreren Quadratkilometern.

Für diese Anlage nehme ich mir mehrere Stunden Zeit und genieße viele kleine und große Kunstwerke, die mit besonderer Liebe zum Detail entstanden. Das Wetter ist fast perfekt während des Rundgangs. Manchmal schiebt sich die eine oder andere Wolke vor die Sonne und macht damit den recht heißen Tag heute etwas erträglicher. In einem kleinen Teich schwimmen ein paar Jungs und im ersten Moment denke ich, eine kleine Abkühlung täte jetzt sicher gut. Beim näheren Hinsehen, möchte ich dann aber lieber nicht dort baden. Durch die „Aktivitäten“ der Badenden hat sich das Wasser gelinde gesagt in eine Schlammbrühe verwandelt. Und was die Jungs dort alles als „Wasserschätze“ bergen, macht sogar den Gedanken, dort schwimmen zu gehen, unmöglich…

Schlammbad gefällig?

Schlammbad gefällig?

Ein paar Meter weiter gibt es den nächsten See. Aber auch dort kommt ein Bad im Wasser nicht in Frage, da dieser See übervoll mit Fischen ist, die sich von den Besuchern regelrecht rund füttern lassen. Unzählige Fischleiber schieben sich an den Futterplätzen übereinander, sperren die Mäuler auf und aus dem Wasser und warten darauf, dass ihnen das Futter bis in den Schlund geworfen wird. Mit einem großen Kescher könnte man hier auf einen Schlag 20, 30 oder noch mehr Fische fangen. Aber auf dem Gelände eines Tempels kommt i.d.R. niemand auf die Idee Fische oder anderes Getier zu fangen und vielleicht sogar noch zu verspeisen. Auf dem Gelände eines Tempels wird man eher einem Tier die Freiheit schenken und damit Tam Bun (siehe Bericht Chiang Rai – Wat Doi Kau Quaai vom 30.11./01.12.09) sammeln. Ein Tier dort zu fangen würde eine deutliche Reduzierung der Lebens-Verdienst-Punkte bedeuten und dieses Risiko würde niemand eingehen. Also fange ich keine Fische, füttere sie aber auch nicht, weil sie fett genug sind und habe damit schon wieder kein Tam Bun fürs nächste Leben gesammelt.

Dieses 130 Meter hohe Buddha-Bildnis entstand mit Hilfe von Lasertechnik auf der Felswand.

Dieses 130 Meter hohe Buddha-Bildnis entstand mit Hilfe von Lasertechnik auf der Felswand.

Pattaya

Montag, 07. Dezember 2009

Nun sitze ich bereits das vierte Mal seit meiner Abreise im Flieger. Obwohl ich den längsten Teil der Reise (noch) vor mir habe, merke ich wieder, wie schnell doch die Zeit vergeht.  Von Chiang Rai geht es also zurück in die Hauptstadt. Von dort mit dem Bus ins 120 km entfernte Seebad Pattaya. Pattaya ist noch weniger Thailand als die Metropole Bangkok (beides ist nur ziemlich nah an Thailand…). Hier ist irgendwie alles eine Spur zu viel oder aber auch vieles eine Spur zu wenig.

Zu viele Touristen – zu wenig Ruhe, zu schmutzige Strände, zu wenig Planung, zu viele Baustellen, zu wenig Freiraum, zu viel Verkehr, zu wenig Natur, zu viel Nepp, zu wenig Aufrichtigkeit, zu viel Alkohol, zu wenig Rücksicht etc. etc. Die Aufzählung ließe sich noch erheblich erweitern und trotzdem hat Pattaya auch zugegebener Maßen seinen Reiz. Und dieser liegt nicht an den schönen Sonnenuntergängen (die hat man an vielen Orten in Thailand) sondern an einem schillernd-bunten Nachtleben, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt … Ich bin mir sicher: An keinem Ort der Welt wird sich schneller verliebt und an keinem Ort der Welt wird sich schneller getrennt. Da halten nicht einmal Köln oder Rio de Janeiro  während der Karnevalstage mit.

Sonnenuntergang in Pattaya

Sonnenuntergang in Pattaya

Besonders gefährlich ist der Straßenverkehr in Pattaya. Täglich gibt es Unfälle mit zum Teil schweren Verletzungen als Folge. Unfälle gehören in Thailand eh mit zu der häufigsten Todesursache. Und auch Touristen werden immer wieder Opfer von Zusammenstößen. Oft liegt es daran, dass Ausländer hier von der Fahrweise völlig überfordert sind aber nicht selten ist auch Alkohol und anschließende Selbstüberschätzung die Ursache. Auch ich bin mit dem Motorroller immer wieder in dem Gewühl aus unzähligen Fahrzeugen unterwegs. Bis jetzt ist es (fast) immer gut gegangen. Und das liegt nicht nur daran, dass ich hier selbst als Fußgänger alkoholfrei  unterwegs bin.

Thai-Führerschein und Verkehrsregeln

Montag, 07. Dezember 2009

Zum Thema Straßenverkehr in Thailand (insbesondere in den Touristen-Regionen) habe ich diese nicht ganz frei erfundenen Aufzählungen zusammengestellt. Die nachfolgenden Sätze sind aber trotzdem nur bedingt ernst gemeint…

Wenn du einen Führerschein beantragst, vergiss nicht die „Beschleunigungsrate“ möglichst frühzeitig zu entrichten.

Theoretischen Unterricht gibt es theoretisch.

Erste Fahrpraxis bekommst du spätestens bei der Prüfungsfahrt und danach sowieso.

Welche Fahrzeugklassen in deinen Führerschein eingetragen werden, kommt auf  „Eintragungrate“ an, die du dafür gerne und großzügig begleichst.

Solltest du zu Beginn noch Unsicherheit auf der Straße empfinden, dann fahre am Anfang einen LKW oder einen Bus, beide bieten dir mehr passive Sicherheit.

Siehst du schon von weitem ein Stauende, dann gib unbedingt noch mal Vollgas, damit sich bloß keiner mehr zwischen den Stau und deinem Fahrzeug schieben kann. Außerdem könnte es ja im besten Falle sein, dass der Stau sich aufgelöst hat, wenn du das Ende erreichst…

Die Fahrer der Fahrzeuge neben, vor oder hinter dir kennst du nicht und willst du auch nicht kennen lernen. Es gibt also keinen Grund darauf Rücksicht zu nehmen oder jemandem sogar die Vorfahrt zu schenken.

Kleinere Blechschäden sind nicht als Unfall zu betrachten; sie dienen mehr dazu Gebietsansprüche geltend zu machen.

Bei größeren Schäden (auch bei Personenschäden) hält der Verursacher grundsätzlich an, es sei denn, sein Fahrzeug ist noch halbwegs fahrbereit.

Durchgezogene Linien signalisieren keinesfalls, dass an diesen Stellen das Überholen nicht gestattet ist, sie sind primär dazu geeignet bei Nebel oder bei erhöhtem Alkoholpegel eine durchgehende Orientierungslinie zu haben.

Schilder die Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen, dienen rein dekorativen Zwecken; Fahrer in Thailand wissen zu 100 Prozent immer welche Geschwindigkeit wo angemessen ist.

Einbahnstraßen werden in Thailand immer nur in die eine oder andere Richtung befahren…

Hupen bedeutet immer: Ich bin im Recht und ich habe Vorfahrt – Lichthupen bedeutet: (siehe Hupen).

An einer roten Ampel wird häufig angehalten.

Als Linksabbieger interessieren dich keine roten Ampeln und schon gar kein fließender Verkehr, der sich auf einer Vorfahrtsstraße befindet.

Zebrastreifen sind nicht wie man glauben könnte dafür da, um Fußgängern das Überqueren einer Straße zu ermöglichen. Der genaue Zweck dieser Markierung, die eher selten anzutreffen ist, wurde den thailändischen Verkehrsteilnehmern bislang noch nicht erörtert.

Ein Sammeltaxi ist erst dann überfüllt, wenn die Vorderräder den Kontakt zur Straße verlieren.

Als Ausländer und Selbstfahrer solltest du – insbesondere wenn du zum ersten Mal nach Thailand kommst – die thailändische Fahrweise unbedingt noch toppen, damit alle merken, was du für ein toller Hecht bist. Achte auch darauf, dass dein erstes Mietfahrzeug  ein Motorrad ist, das in der höchsten angebotenen Leistungsklasse angesiedelt ist. Gerade wenn du mit einem Einheimischen unterwegs bist, kannst du durch deine riskante Fahrweise wirklich überzeugen…