Nun sitze ich bereits das vierte Mal seit meiner Abreise im Flieger. Obwohl ich den längsten Teil der Reise (noch) vor mir habe, merke ich wieder, wie schnell doch die Zeit vergeht. Von Chiang Rai geht es also zurück in die Hauptstadt. Von dort mit dem Bus ins 120 km entfernte Seebad Pattaya. Pattaya ist noch weniger Thailand als die Metropole Bangkok (beides ist nur ziemlich nah an Thailand…). Hier ist irgendwie alles eine Spur zu viel oder aber auch vieles eine Spur zu wenig.
Zu viele Touristen – zu wenig Ruhe, zu schmutzige Strände, zu wenig Planung, zu viele Baustellen, zu wenig Freiraum, zu viel Verkehr, zu wenig Natur, zu viel Nepp, zu wenig Aufrichtigkeit, zu viel Alkohol, zu wenig Rücksicht etc. etc. Die Aufzählung ließe sich noch erheblich erweitern und trotzdem hat Pattaya auch zugegebener Maßen seinen Reiz. Und dieser liegt nicht an den schönen Sonnenuntergängen (die hat man an vielen Orten in Thailand) sondern an einem schillernd-bunten Nachtleben, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt … Ich bin mir sicher: An keinem Ort der Welt wird sich schneller verliebt und an keinem Ort der Welt wird sich schneller getrennt. Da halten nicht einmal Köln oder Rio de Janeiro während der Karnevalstage mit.

Sonnenuntergang in Pattaya
Besonders gefährlich ist der Straßenverkehr in Pattaya. Täglich gibt es Unfälle mit zum Teil schweren Verletzungen als Folge. Unfälle gehören in Thailand eh mit zu der häufigsten Todesursache. Und auch Touristen werden immer wieder Opfer von Zusammenstößen. Oft liegt es daran, dass Ausländer hier von der Fahrweise völlig überfordert sind aber nicht selten ist auch Alkohol und anschließende Selbstüberschätzung die Ursache. Auch ich bin mit dem Motorroller immer wieder in dem Gewühl aus unzähligen Fahrzeugen unterwegs. Bis jetzt ist es (fast) immer gut gegangen. Und das liegt nicht nur daran, dass ich hier selbst als Fußgänger alkoholfrei unterwegs bin.